Wilhelm Rodler
Wilhelm Philipp Rodler (* 29. April 1835 in Mährisch Trübau, Mähren; † 24. Juni 1898 in Laak (heute Log), Gemeinde Lobnitz (heute Gemeinde Ruše), Bezirk Maribor, Untersteiermark) war Advokat und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.
Wilhelm Philipp Rodler (* 29. April 1835 in Mährisch Trübau, Mähren[1][2]; † 24. Juni 1898 in Laak (heute Log), Gemeinde Lobnitz (heute Gemeinde Ruše), Bezirk Maribor, Untersteiermark[3]) war Advokat und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[4]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wilhelm Rodler war Sohn des fürstlichen Liechtensteinschen Amtmanns und späteren Schlosshauptmanns Filipp Rodler († 1858). Er studierte von 1852 bis 1855 Rechtswissenschaft an der Universität Wien und promovierte im Jahr 1858 zum Dr. iur. in Graz. Er begann seine Karriere als Notariats- und Advokaturskonzipient und wurde 1868 Advokat in Wien. Im Jahr 1883 ging er in den Ruhestand.
Im Jahr 1877 war er Mitglied des Zentralausschusses und von 1889 bis 1892 Vizepräsident der k.k. Landwirtschaftsgesellschaft in Wien. Er war vor 1876 bis 1885 Vizebürgermeister von Grinzing (welches 1892 nach Wien eingemeindet wurde). Er wurde laut einer Zeitungsmeldung Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Würbenthal/Vrbno pod Pradědem.[5]
Er starb am 24. Juni 1898 im Alter von 63 Jahren auf seiner Besitzung in Laak laut Sterbebuch „infolge Herzfehler an Lungenödem“. Seine Leiche wurde zur Bestattung nach Wien gebracht. Er wurde in der Pfarrkirche St. Othmar eingesegnet und am Grinzinger Friedhof begraben.[6]
Er war römisch-katholisch und ab 1860 verheiratet mit Auguste Schrökinger[7] († 1887), mit der er mindestens drei Töchter und vier Söhne hatte, wobei eine Tochter jung verstorben ist. Nach deren Tod heiratete er im Jahr 1888 Alma Simonovits[8]. Einer seiner Söhne war der spätere Verkehrsminister Walther Rodler (1867–1931).
Politische Funktionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wilhelm Rodler war vom 4. November 1873 bis zum 22. Mai 1879 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Landgemeinden 9 (Hernals, Klosterneuburg) zuständig.
Klubmitgliedschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wilhelm Rodler war ab 1873 Mitglied im Fortschrittsklub und ab dem 30. April 1877 beim Neuen Fortschrittsklub.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kleine Chronik – † Dr. Wilhelm Rodler. In: Neue Freie Presse (Morgenblatt), 25. Juni 1898, S. 5 links (online bei ANNO).
- Todesfall. In: Mährisch-Schlesische Presse, 29. Juni 1898, S. 3 rechts oben (online bei ANNO).
- Rodler Wilhelm, Dr. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 342–343 (online bei ANNO).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rodler, Wilhelm Dr. iur., Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ aron.vychodoceskearchivy.cz – Moravská Třebová, Taufbuch, 1824–1842, Seite 239, 2. Zeile
- ↑ Laut einer Zeitungsmeldung stammt er aus Würbenthal in Schlesien
- ↑ Matricula Online – 163 Ruše, Sterbebuch, 1861–1908, Seite 308, Eintrag Nr. 28, 9. Zeile
- ↑ Rodler, Wilhelm Dr. iur., Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 13. Februar 2026.
- ↑ Kleine Chronik – † Dr. Wilhelm Rodler. In: Neue Freie Presse (Morgenblatt), 25. Juni 1898, S. 5 links (online bei ANNO).
- ↑ Todesfälle. In: Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 26. Juni 1898, S. 6 Mitte unten (online bei ANNO).
- ↑ Matricula Online – Graz-Hl. Blut, Trauungsbuch XXII 1858–1869, Seite 59, Eintrag Nr. 64, 3. Zeile
- ↑ Matricula Online – Wien 03., St. Othmar unter den Weißgerbern, Trauungsbuch, 1887–1889, Seite 194, Eintrag Nr. 181, 1. Zeile
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rodler, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 29. April 1835 |
| GEBURTSORT | Mährisch Trübau, Mähren |
| STERBEDATUM | 24. Juni 1898 |
| STERBEORT | Laak, Gemeinde Ruše, Bezirk Maribor, Untersteiermark |