Urd

Urd (altnordisch Urðr »Schicksal«), fast ausschließlich im Kontext der Quelle der Urd, ist neben Skuld und Verdandi eine der drei Schicksalsschwestern der nordischen Mythologie, die auch als Nornen bezeichnet werden. Urd steht für die Vergangenheit. Urd ist vermutlich verwandt mit dem germanischen Begriff Wurd. Der Begriff taucht in einigen germanischen Epen auf und bedeutet so viel wie Schicksal oder Tod. Er wurde ursprünglich als Personifikation verwendet und könnte auch eine Göttin bzw. Norne bezeichnet haben. „Es steht ein Saal am Stamm des Baumes, Drei weiße Jungfrauen wohnen darin.Die eine heißt Urd, die andre Werandi, Sie schnitzen in Schindeln - Skuld ist die dritte. Des Lebens Lose legten sie fest Den Menschenkindern, der Männer Schicksal.“ (aus der Edda)

Urd (altnordisch Urðr »Schicksal«), fast ausschließlich im Kontext der Quelle der Urd, ist neben Skuld und Verdandi eine der drei Schicksalsschwestern der nordischen Mythologie, die auch als Nornen bezeichnet werden. Urd steht für die Vergangenheit.
Urd ist vermutlich verwandt mit dem germanischen Begriff Wurd. Der Begriff taucht in einigen germanischen Epen auf und bedeutet so viel wie Schicksal oder Tod. Er wurde ursprünglich als Personifikation verwendet und könnte auch eine Göttin bzw. Norne bezeichnet haben.
„Es steht ein Saal am Stamm des Baumes,
Drei weiße Jungfrauen wohnen darin.
Die eine heißt Urd, die andre Werandi,
Sie schnitzen in Schindeln - Skuld ist die dritte.
Des Lebens Lose legten sie fest
Den Menschenkindern, der Männer Schicksal.“ (aus der Edda)[1]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- François-Xavier Dillmann: Nornen. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 21, Walter de Gruyter, Berlin / New York 2002, ISBN 3-11-017272-0, S. 388–394.
- Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Thassilo von Scheffler: Germanische Göttersagen. Union Stuttgart, 1938, S. 87.