Transposase

Unter einer Transposase versteht man ein Enzym, das seine eigene codierende DNA-Sequenz über die Endonuklease-Funktion mit umliegenden Bereichen herausschneiden (konservative Transposition) oder über Replikation kopieren (replikative Transposition) und anschließend in einen anderen DNA-Bereich wieder integrieren kann. Transposasen binden an passende einzelsträngige DNA, die von zwei gegenläufigen, mehr oder weniger identischen Sequenzen (engl. inverted repeats) umgeben sein muss. Da die Transposase somit Nukleotide transferiert, wird sie zu den Nukleotidyltransferasen (EC-Nummer 2.7.7) gerechnet. Gene, die Transposasen kodieren, sind im Genom der meisten Organismen weit verbreitet und gehören zu den häufigsten bekannten Genen. Im Laufe der menschlichen Evolution haben sich bis zu 40 % des menschlichen Genoms durch Methoden wie die Transposition von Transposons verschoben. DNA-Bereiche, die für eine Transposase kodieren und von inverted repeats flankiert sind (teilweise können sie auch weitere Gene enthalten), bezeichnet man als DNA-Transposon.
| Transposase | ||
|---|---|---|
| Enzymklassifikation | ||
| EC, Kategorie | 2.7.7.-, Nukleotidyltransferase | |
| Substrat | DNA mit Gen | |
| Produkte | DNA mit Gen in veränderter Position | |
Unter einer Transposase versteht man ein Enzym, das seine eigene codierende DNA-Sequenz über die Endonuklease-Funktion mit umliegenden Bereichen herausschneiden (konservative Transposition) oder über Replikation kopieren (replikative Transposition) und anschließend in einen anderen DNA-Bereich wieder integrieren kann. Transposasen binden an passende einzelsträngige DNA, die von zwei gegenläufigen, mehr oder weniger identischen Sequenzen (engl. inverted repeats) umgeben sein muss.
Da die Transposase somit Nukleotide transferiert, wird sie zu den Nukleotidyltransferasen (EC-Nummer 2.7.7) gerechnet. Gene, die Transposasen kodieren, sind im Genom der meisten Organismen weit verbreitet und gehören zu den häufigsten bekannten Genen.[1] Im Laufe der menschlichen Evolution haben sich bis zu 40 % des menschlichen Genoms durch Methoden wie die Transposition von Transposons verschoben.[2]
DNA-Bereiche, die für eine Transposase kodieren und von inverted repeats flankiert sind (teilweise können sie auch weitere Gene enthalten), bezeichnet man als DNA-Transposon.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jennifer McDowall / Interpro: Protein Of The Month: Transposase. Auf: ebi.ac.uk ( vom 28. Juli 2009 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ramy K. Aziz, Mya Breitbart, Robert A. Edwards: Transposases are the most abundant, most ubiquitous genes in nature. In: Nucleic Acids Research. Band 38, Nr. 13, Juli 2010, ISSN 1362-4962, S. 4207–4217, doi:10.1093/nar/gkq140, PMID 20215432, PMC 2910039 (freier Volltext) – (nih.gov [abgerufen am 11. Februar 2026]).
- ↑ David Goodsell: PDB101: Molecule of the Month: Transposase. In: RCSB PDB. The Scripps Research Institute, Dezember 2006, abgerufen am 11. Februar 2026.