TT385

TT385 (TT steht für Theban Tomb, zu deutsch thebanisches Grab) ist die moderne Bezeichnung für das thebanische Felsengrab des Hunefer, der unter dem König Ramses II. und seinem Nachfolger Merenptah Bürgermeister von Theben war. Das Grab befindet sich in dem Scheich Abd el-Qurna bezeichneten Teil der thebanischen Nekropole und liegt nicht weit entfernt vom Ramesseum, dem Totentempel von Ramses II. Die Grabanlage wurde 1936 von Ahmed Fakhry kursorisch publiziert. Die Grabkapelle besteht aus einer Eingangshalle mit sechs Pfeilern. Dahinter folgt ein zweiter Raum mit vier Pfeilern. An der Rückwand befindet sich eine Nische mit Statuen. Vor allem die Pfeiler hatten zur Zeit der Auffindung des Grabes noch ihre Dekoration zum Teil erhalten. Hier sind vorwiegend Hunefer und seine Frau Nehty dargestellt. Aus der Grabkammer der Anlage stammt wahrscheinlich der große Granitsarkophag des Hunefer, der sich heute im Fitzwilliam-Museum in Cambridge befindet.

TT385 (TT steht für Theban Tomb, zu deutsch thebanisches Grab) ist die moderne Bezeichnung für das thebanische Felsengrab des Hunefer, der unter dem König Ramses II. und seinem Nachfolger Merenptah Bürgermeister von Theben war. Das Grab befindet sich in dem Scheich Abd el-Qurna bezeichneten Teil der thebanischen Nekropole und liegt nicht weit entfernt vom Ramesseum, dem Totentempel von Ramses II.
Die Grabanlage wurde 1936 von Ahmed Fakhry kursorisch publiziert.[1] Die Grabkapelle besteht aus einer Eingangshalle mit sechs Pfeilern. Dahinter folgt ein zweiter Raum mit vier Pfeilern. An der Rückwand befindet sich eine Nische mit Statuen. Vor allem die Pfeiler hatten zur Zeit der Auffindung des Grabes noch ihre Dekoration zum Teil erhalten. Hier sind vorwiegend Hunefer und seine Frau Nehty dargestellt. Aus der Grabkammer der Anlage stammt wahrscheinlich der große Granitsarkophag des Hunefer, der sich heute im Fitzwilliam-Museum in Cambridge[2][3] befindet.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ahmed Fakhry: Three unnumbered tombs at Thebes. In: Annales du Service des Antiquités de l'Égypte. (ASAE) Band 36, 1936, S. 126–129 (2. Tomb of Hu-nefer), (online).
- Bertha Porter, Rosalind L. B. Moss, Ethel W. Burney: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs, and Paintings. I. The Theban Necropolis. Part 1. Private Tombs 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Griffith Institute / Ashmolean Museum, Oxford 1970, S. 428, 437, Karte VI (Volltext als PDF; 21,9 MB); abgerufen über The Digital Topographical Bibliography.
- Wolfram Grajetzki, Christiane Müller-Hazenbos: The Sarcophagus of Hunefer and other New Kingdom Private Sarcophagi. (= Kitab - Egyptology in Focus. Material Culture of ancient Egypt and Nubia. Band 3). Nicanor Books, London 2021, ISBN 978-1-8381180-4-4.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ahmed Fakhry: Three unnumbered tombs at Thebes. In: Annales du Service des Antiquités de l'Égypte. Band 36, 1936, S. 126–129.
- ↑ E. A. Wallis Budge: Catalogue of the Egyptian Collection in the Fitzwilliam Museum. Cambridge University Press, Cambridge 1893, S. 4–7 (online).
- ↑ Wolfram Grajetzki (mit Christiane Müller-Hazenbos): The Sarcophagus of Hunefer and other New Kingdom Private Sarcophagi. London 2021.