TT176
TT176 (engl. Theban Tomb 176 = Thebanisches Grab Nr. 176) ist die moderne Bezeichnung für die Grabkapelle des Userhet in el-Chocha, Theben-West bei dem modernen Ort Luxor in Ägypten. Userhet lebte in der 18. Dynastie, wahrscheinlich zur Zeit der Könige (Pharaonen) Amenophis II. und Thutmosis IV. Er war ein niederer Beamter in der Verwaltung des Amuntempels in Karnak, der die Titel Diener des Amun, Diener rein an Händen und Exzellenter Diener trug.
| TT99 Grabmal von Userhet | |
|---|---|
| Ort | el-Chocha |
| Entdeckungsdatum | |
| Ausgrabung | |
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Folgendes TT177 |

TT176 (engl. Theban Tomb 176 = Thebanisches Grab Nr. 176) ist die moderne Bezeichnung für die Grabkapelle des Userhet in el-Chocha, Theben-West bei dem modernen Ort Luxor in Ägypten. Userhet lebte in der 18. Dynastie, wahrscheinlich zur Zeit der Könige (Pharaonen) Amenophis II. und Thutmosis IV. Er war ein niederer Beamter in der Verwaltung des Amuntempels in Karnak, der die Titel Diener des Amun, Diener rein an Händen und Exzellenter Diener trug.
Grabanlage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Grab des Userhet wurde laut Bram Calcoen und Christiane Müller-Hazenbos bisher nicht professionell ausgegraben. Die Lage der Grabkammer ist nicht bekannt. Publiziert wurde lediglich die Grabkapelle, die in die Regierungszeit Thutmosis IV. (etwa 1400 bis 1390 v. Chr.) datiert wird. Sie besteht nur aus einem einzigen Raum, der einst vollkommen ausgemalt war. Der ursprüngliche Eingang liegt im Westen und eine Nische im Osten. Die Wandmalereien in der Kapelle zeigen Ernteszenen, die sogenannte Abydosfahrt, Userhet vor der Baumgöttin, Opferszenen, aber auch Userhet oder seine Familie bei einer Feier.
Das Grab ist mehrmals untersucht worden. Am Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts besuchten es Norman de Garis Davies und Nina de Garis Davies, die zwei Grabszenen abzeichneten. Der deutsche Ägyptologe Siegfried Schott machte etwa 17 Fotos, die das Grab in einem guten Erhaltungszustand zeigen. Bruno Sandkühler besuchte das Grab zwischen 1961 und 1964 und fertigte einige weitere Fotos an.[1] 1994 untersuchte die belgische Ägyptologin Bram Calcoen das Grab und zeichnete alle erhaltenen Reste der Wandmalereien. Die Malereien waren in der Zwischenzeit stark zerstört. Zusammen mit Christiane Müller-Hazenbos publizierte sie ihre Ergebnisse im Jahr 2012.[2]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bertha Porter, Rosalind L. B. Moss, Ethel W. Burney: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs, and Paintings. Volume I: The Theban Necropolis. Part 1: Private Tombs. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Griffith Institute / Ashmolean Museum, Oxford 1970, OCLC 179723649, S. 281, 283, Grabgrundriss S. 282, Karte IV (Volltext als PDF; 22,8 MB); abgerufen über The Digital Topographical Bibliography.
- Bram Calcoen, Christiane Müller-Hazenbos: TT176. The Tomb Chapel of Userhat. Golden House Publications, London 2012, ISBN 978-1-906137-27-4.
- Bram Calcoen, Christiane Müller-Hazenbos: Leben im Tod. Die Grabkapelle des Userhat. In: Antike Welt. 2014, Heft 2, S. 66–70; abrufbar über Academia.edu.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Osirisnet – Tombs of Ancient Egypt: The Tomb of Userhat, TT176 (Zeitpunkt der Einbringung in den Artikel) ( vom 11. März 2015 im Internet Archive); Osirisnet – Tombs of Ancient Egypt: The Tomb of Userhat, TT176 (überarbeitete Version) ( vom 6. Oktober 2022 im Internet Archive)
- Das Digitale Schott-Archiv (DSA): Theben – Grab des (Amun)userhat. mit 17 Fotos (Datenbanksuche mit TT von: 176 sowie Sortierung nach: TT-Nr.) auf schott.uni-trier.de
- Theban tomb tracings made by Norman and Nina de Garis Davies: Khokha. TT 176, (Amen)userhet, Servant clean of hands. Temp. Amenophis II to Tuthmosis IV. auf griffith.ox.ac.uk
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bram Calcoen, Christiane Müller-Hazenbos: Leben im Tod. Die Grabkapelle des Userhat. In: Antike Welt. 2014, Heft 2, S. 66–70.
- ↑ Bram Calcoen, Christiane Müller-Hazenbos: TT176. The Tomb Chapel of Userhat. London 2012.