Simone Haug
Simone Haug (* 1981 in Bern) ist eine Schweizer Film- und Medienkünstlerin, Fotografin und Textilkünstlerin. Sie lebt und arbeitet in Biel/Bienne.
Simone Haug (* 1981 in Bern) ist eine Schweizer Film- und Medienkünstlerin, Fotografin und Textilkünstlerin. Sie lebt und arbeitet in Biel/Bienne.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Simone Haug studierte Soziologie und visuelle Anthropologie in Bern sowie Bildende Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Schon in jungen Jahren faszinierten sie Teppiche und Webtechniken, wodurch ihr Interesse an der dokumentarischen Fotografie bestärkt wurde. Diese Faszination führte sie später im Rahmen von verschiedenen sowohl künstlerischen als auch forschenden Projekten unter anderem nach Nepal und Istanbul.[1]
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2018 verbrachte Haug drei Monate als Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin in der Villa Serpentara. Ausgehend von Gesprächen mit Menschen vor Ort in Olevano und Bellegra schuf sie dort Werke auf Wachstischtüchern, welche sie mit weisser Farbe grundierte und dann von Bekannten beim Essen benutzen liess. Parallel dazu schuf sie Malereien. Die in dieser Zusammenarbeit entstandenen Werke erhielten den Titel Sale e Pepe (2018).[2][3]
Das fotografische Werk von Haug umspannt sowohl Kunst- als auch Dokumentar- und Reportagefotografie. Ihr anthropologisches Interesse fokussiert sich dabei auf Textilien und Webtraditionen.[4] Neben Aufenthalten in Nepal, dem Iran, Rumänien, der Schweiz, Indien, und der Türkei führte ihre Beschäftigung mit Webtechniken sie 2017 nach Kaschmir, wo sie die lokalen Traditionen der Weberinnen und Weber fotografisch dokumentierte.[5] Zwischen 2018 und 2020 dokumentierte sie in einem Kunstprojekt im Webatelier der Justizvollzugsanstalt Thorberg die Webarbeiten dreier Gefängnisinsassen.[6]
Über diese dokumentarischen Arbeiten hinaus schafft Haug eigene Textilarbeiten und Teppiche, in welche sie Einflüsse sowohl aus dem Bereich der anatolischen als auch skandinavischen Textiltradition einfliessen lässt.[7]
Auszeichnungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2018 erhielt Simone Haug ein Stipendium der Akademie der Künste Berlin für einen dreimonatigen Aufenthalt in der Villa Serpentara.[8]
2020 wurde sie mit dem Prix Maude Mottier des Kunsthauses Centre d’art Pasquart in Biel/Bienne ausgezeichnet, in welchem sie im selben Jahr Teil der kantonsübergreifenden Ausstellung Cantonale Berne Jura 2020 war.[9]
Ausstellungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2026: Drifted Spaces, Reflector Gallery, Bern
- 2026: Lokal-int, Biel/Bienne[10]
- 2025: Cantonale Berne Jura, Kunsthaus Biel
- 2024: Werte im Wandel 2, Die Kunstsammlung Kanton Bern zu Gast im Kunsthaus Interlaken
- 2024: Why Compare?, FRISE - Künstler*innenhaus, Hamburg
- 2024: Le Chien Sosis, Smallville, Neuchatel
- 2024: Perfect Sunday #6, MAGAZIN Biel/Bienne
- 2023: étage 19, Nidau
- 2022: What Matters, Akademie der Künste Berlin
- 2022: Olevano Romano – Vermessung eines Mythos, Deutsche Akademie Rom Villa Massimo[2]
- 2021: Cantonale Berne Jura, Kunstmuseum Thun
- 2021: Dreamers Vol 1, Museo Riso, Palermo
- 2020: Cantonale Berne Jura, Kunsthaus Centre d’art Pasquart, Biel/Bienne[9]
- 2019: MACRO ASILO, Museo d’Arte Contemporanea di Roma
- 2019: Aeschlimann-Corti Stipendium 2019, Kunstmuseum Thun
- 2019: Cantonale Berne Jura, Kunsthaus Centre d’art Pasquart, Biel/Bienne
- 2018: Deutsche Akademie Rom Villa Massimo[8]
- 2018: Cantonale Berne Jura, Kunstmuseum Thun
- 2018: O.M.M. Out of Memory, Biblioteca Angelica, Rom
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alizé, 2023.
- Besa Besarta, 2013.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Denna Jones: A stitch in time. In: Cover Magazine. Nr. 56. London 2019, S. 134–135.
- ↑ a b Julia Trolp: Der Mythos hier und heute. Das Schaffen zeitgenössischer Künstler:innen an einem geschichtsträchtigen Ort. In: Deutsche Akademie Rom Villa Massimo (Hrsg.): Olevano Romano. Vermessung eines Mythos. Köln 2022, S. 66–121.
- ↑ Simone Haug: Sale e Pepe. In: Akademie der Künste (Hrsg.): What Matters – Werkpräsentation Junge Akademie. Berlin 2022.
- ↑ Konrad Tobler: Simone Haug. In: Berner Almanach Fotografie. Bern 2019, S. 212–219.
- ↑ Rachel Meek: Weaving Language. In: Hali Magazine. Nr. 211. London 2022, S. 48–51.
- ↑ Xymna Engel: Kunstprojekt im Thorberg. Die Zeit wird im Gefängnis verwebt. In: Der Bund. Bern 11. April 2021.
- ↑ Niches. In: Alberto Levi Gallery. Abgerufen am 11. April 2026.
- ↑ a b Stipendien. Villa Serpentara 2018. Simone Haug. Deutsche Akademie Rom Villa Massimoa, abgerufen am 11. April 2026.
- ↑ a b Cantonale Berne Jura 2020. In: likeyou art network. Abgerufen am 11. April 2026.
- ↑ Program 2026. In: Lokal-int. Abgerufen am 11. April 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haug, Simone |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Film- und Medienkünstlerin, Fotografin und Textilkünstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1981 |
| GEBURTSORT | Bern |