Sheila Och
Sheila Och (* 12. März 1940 in Redhill, Großbritannien; † 22. August 1999 in Deutschland; auch Sheila Ochová) war eine Kinderbuchautorin. Sheila Och lebte als Tochter tschechischer Emigranten zunächst in England. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte sie mit ihrer Familie nach Prag zurück, wo sie nach dem Schulabschluss an der Filmhochschule – unter anderem bei Milan Kundera – studierte. Ab 1971 lebte Sheila Och in Deutschland und arbeitete in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn. Hier betreute sie das Osteuropa-Referat und beteiligte sich an verschiedenen bibliographischen Projekten. 1991 promovierte sie an der Universität zu Köln. Auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Tschechoslowakei im Exil 1983 in Zürich in den Vorstand der Exilpartei gewählt. In diesem Gremium war sie u. a. für die Kontakte zur deutschen Sozialdemokratie verantwortlich. Erneute Wiederwahl in den Vorstand auf der Exiltagung1989 in Heidelberg. Das Vorstandsmandat erneuerten die Delegierten nach der „Samtenen Revolution“ im März 1990 in Prag. Auf dem Parteitag im April 1991 in Ostrava trat sie nicht mehr für ein Mandat an. Ihre Interessen veränderten sich. In den 1990er Jahren wurde sie mit ihren Kinderbüchern bekannt. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt sie 1997 für ihr Buch Karel, Jarda und das wahre Leben den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Sheila Och (* 12. März 1940 in Redhill, Großbritannien; † 22. August 1999 in Deutschland; auch Sheila Ochová) war eine Kinderbuchautorin.
Sheila Och lebte als Tochter tschechischer Emigranten zunächst in England. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte sie mit ihrer Familie nach Prag zurück, wo sie nach dem Schulabschluss an der Filmhochschule – unter anderem bei Milan Kundera – studierte. Ab 1971 lebte Sheila Och in Deutschland und arbeitete in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn. Hier betreute sie das Osteuropa-Referat und beteiligte sich an verschiedenen bibliographischen Projekten. 1991 promovierte sie an der Universität zu Köln.
Auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Tschechoslowakei im Exil 1983 in Zürich in den Vorstand der Exilpartei gewählt. In diesem Gremium war sie u. a. für die Kontakte zur deutschen Sozialdemokratie verantwortlich. Erneute Wiederwahl in den Vorstand auf der Exiltagung1989 in Heidelberg. Das Vorstandsmandat erneuerten die Delegierten nach der „Samtenen Revolution“ im März 1990 in Prag.
Auf dem Parteitag im April 1991 in Ostrava trat sie nicht mehr für ein Mandat an. Ihre Interessen veränderten sich.[1] In den 1990er Jahren wurde sie mit ihren Kinderbüchern bekannt. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt sie 1997 für ihr Buch Karel, Jarda und das wahre Leben den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- (mit Werner Krause): Archiv der sozialen Demokratie. Übersicht über die Archivbestände (Stand vom 1. März 1973). Bonn-Bad Godesberg 1973.
- Lenin im sowjetischen Spielfilm. Die Revolution verfilmt ihre Helden (= Studien zum Theater, Film und Fernsehen, Bd. 17). Lang, Frankfurt/M. 1992, ISBN 3-631-45381-7 (= Dissertation Universität zu Köln).
Kinderbücher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karel, Jarda und das wahre Leben, ISBN 3-401-02354-3.
- Balaban Neumann, der Hund, ISBN 3-7941-4556-9.
- Das Salz der Erde und das dumme Schaf, ISBN 3-596-80099-4.
- Bitte eine neue Welt, Herr Ober!, ISBN 3-401-02353-5.
Drehbücher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1969: Dospeláci muzou vsechno (Die blöden Erwachsenen dürfen alles)
- 1964: Mate doma lva? (Do You Keep a Lion at Home?)
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2007: Kröte des Monats März für Balaban Neumann, der Hund
- 1997: Deutscher Jugendliteraturpreis
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sheila Ochová bei IMDb
- Literatur und andere Medien von und über Sheila Och im Katalog der Nationalbibliothek der Tschechischen Republik
- Literatur von und über Sheila Och im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Rüdiger Zimmermann: Aus dem Nebenzimmer ertönte oft ein freundliches „Ahoj“. Die Friedrich-Ebert-Stiftung als Heimstatt politisch Verfolgter aus der Tschechoslowakei. Erinnerungen. In: Friedrich-Ebert-Stiftung, Vertretung in der Tschechischen Republik (Hrsg.): Wir gestalten Soziale Demokratie. Seit 1925. Friedrich-Ebert-Stiftung, Prag 2025, ISBN 978-80-87748-87-9, S. 33.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Och, Sheila |
| ALTERNATIVNAMEN | Ochová, Sheila |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-tschechische Kinderbuchautorin |
| GEBURTSDATUM | 12. März 1940 |
| GEBURTSORT | Redhill, Großbritannien |
| STERBEDATUM | 22. August 1999 |
| STERBEORT | Deutschland |