Retrowave
Retrowave, auch Synthwave oder Future Synth genannt, ist ein elektronisches Musikgenre.
| Retrowave
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|---|---|
| Entstehungsphase: | Mitte/Ende der 2000er |
| Herkunftsort: | Frankreich/Westeuropa |
| Stilistische Vorläufer | |
| Synthiepop, Eurobeat (Eurodance), Soundtracks, Videospielmusik | |
| Bekannte Künstler | |
| The Midnight, Perturbator, Kavinsky | |
| Subgenres | |
| Darksynth, Dreamwave, Outrun | |
| Verwandte Genres | |
| Vaporwave | |
Retrowave, auch Synthwave oder Future Synth genannt, ist ein elektronisches Musikgenre.
Stil
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Retrowave wird durch viel verwendete, oft auch konstante Synthesizer-Sounds geprägt. Deutliche Drums und ein recht schnelles Tempo der Lieder (meist zwischen 80 und 118 BPM) zeichnen den Stil aus. Retrowave-Tracks verzichten meist auf Gesang. Die Ursprünge hat der Retrowave im Synthiepop der 1980er, dem Europop der frühen 2000er Jahre und in elektronischen Soundtrackarbeiten für Computerspiele, Filme und Serien, die in den 80er Jahren spielen.[1][2] Retrowave ist ein stark im Internet verbreitetes Genre. Konzerte und Liveshows sind eher selten. Subgenres, die sich musikalisch unterscheiden, sind exemplarisch Darksynth und Spacewave. Politisch motivierte Subgenres sind die kommunistischen Stile Laborwave und Sovietwave und gegensätzlich der rechtsextreme Fashwave.
Retrowave gilt nicht nur als Musikstil, sondern wird teilweise auch als eigener, digitaler Kunststil gesehen. So sind spezifische visuelle Aufbereitungen konstanter Teil des Genres. Die meist digitalen Grafiken, auch Visuals genannt, sind oft im Stile der 80er Jahre gehalten und an der Popkultur dieser Zeit orientiert. Wiederkehrende Elemente sind Sonnenuntergangsgrafiken, Neongitter, Neonlichter, 80er-Jahre-Sportwagen, Drahtgitter-Vektorgrafiken, Pixel-Art, Videokassetten, Spielhallen und Einkaufszentren.
Künstler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bekannte Genre-Vertreter sind The Midnight, Gunship, Timecop1983, Carpenter Brut, FM-84, Mitch Murder, Kavinsky, NINA und Perturbator.[3]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jess Blaise Ward: Making Synthwave – How an Online Music Community Invented a Genre. Routledge, 2025, ISBN 978-1-03-273203-9.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Niklas Nowak: Komm, wir fahren durch die Nacht und verlieben uns: Das Musikgenre Synthwave. In: Zeitjung. 2. Februar 2019, abgerufen am 4. Dezember 2023 (deutsch).
- ↑ Synthwave - die alternative Zukunft der elektronischen Musik. Abgerufen am 4. Dezember 2023 (deutsch).
- ↑ Jess Blaise Ward: Making Synthwave – How an Online Music Community Invented a Genre. 1. Auflage. Routledge, Abingdon, Oxon; New York 2025, ISBN 978-1-00-344807-5, S. 33 (englisch).