Res Ingold

Res Ingold (* 19. April 1954 in Burgdorf, Schweiz) ist Konzeptkünstler und ehemaliger Professor der Akademie der Bildenden Künste München. Sein zentrales Werk ist die fiktive „Fluggesellschaft Ingold Airlines“.

Res Ingold (* 19. April 1954 in Burgdorf, Schweiz) ist Konzeptkünstler und ehemaliger Professor der Akademie der Bildenden Künste München. Sein zentrales Werk ist die fiktive „Fluggesellschaft Ingold Airlines“.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ingold wurde 1954 in Burgdorf geboren und 1974 in Bern zum Primarlehrer patentiert. Daneben besuchte er Kurse an der Kunstgewerbeschule Bern. Grösstenteils jedoch erwarb er seine Kunstausbildung autodidaktisch. Von 1973 bis 1975 leitete er die Galerie Bertram in Burgdorf. Zwischen 1980 und 1986 absolvierte er diverse Praktika im Videobereich und war auch journalistisch tätig. Seit 1975 ist er freischaffend. Ab 1996 hatte Ingold eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste München inne. Das Studium in seiner Klasse war interdisziplinär und projektorientiert. Studierende waren u. a. Franz Wanner, Alexis Dworsky, Christian Frosch und Alexander Stern.[1]
Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ingold arbeitete oftmals weit ab des Kunstkontexts. Sein Werk ist der Superfiction zuzuordnen und von der Hyperrealität Baudrillards geprägt.[2] Mit der Landung eines Jets vom Typ „gyrodyne“ sollte in der Blauen Nacht der umfassende Service der ingold airlines demonstriert werden. Mehrere tausend Menschen warteten vergebens auf die im Vorfeld umstrittene Ankunft eines Senkrechtstarters im Stadtzentrum. Es kam zum Eklat, weil das Nürnberger Publikum nicht bereit war, den Kunstgedanken der Aktion anzuerkennen. ingold airlines ist Vertragspartner der (fiktiven) Republik Sehnah des Künstlers Hans Ulrich Siegenthaler, welche exklusive von seiner Fluglinie bedient wird.
Ausstellungen und Aktionen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2000/0: Gesamtschau ingold airlines - more than miles, im Zeppelin Museum Friedrichshafen.
- 2005: Unternehmer des Jahres. In diesem Rahmen wurde in Nürnberg der „Teleport Nürnberg-Mitte“ eröffnet.
- 2008: 50 Jahre ingold airlines, feierliche Gala in der Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.
- 2019/2020: Fliege, was fliegen kann. ingold airlines im Luftmuseum in Amberg.
Publikationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ingold airlines - more than miles. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Zeppelin Museum Friedrichshafen. Quantum Books, 2000.
- ingold - universal enterprises. Labonte Köhler Osnowski, Köln, 2008.
Öffentliche Sammlungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Deutschland
- Situatives Brachland Museum, Bochum
- Zeppelin Museum, Friedrichshafen
- Luftmuseum, Amberg
- Herbert Gerisch Stiftung, Neumünster
- Bahnhof Rolandseck, Remagen
Italien
- La Serpara, Civitella d´Agliano
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Publikationen von und über Res Ingold im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
- Internetseite von Ingold Airlines
- Res Ingold Biografie bei Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Dr. Alexis Dworsky - künstlerischer Mitarbeiter bei Prof. Res Ingold ( vom 10. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
- ↑ Ingold universal enterprises ( vom 18. Februar 2015 im Internet Archive)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ingold, Res |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer bildender Künstler |
| GEBURTSDATUM | 19. April 1954 |
| GEBURTSORT | Burgdorf, Schweiz |