Ponti
Ponti (piemontesisch Póit) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Alessandria, Region Piemont, mit 491 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).
| Ponti | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Piemont | |
| Provinz | Alessandria (AL) | |
| Koordinaten | 44° 38′ N, 8° 22′ O | |
| Höhe | 186 m s.l.m. | |
| Fläche | 11,97 km² | |
| Einwohner | 491 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 15010 | |
| Vorwahl | 0144 | |
| ISTAT-Nummer | 006134 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Pontesi | |
| Schutzpatron | San Sebastiano | |
| Website | www.comune.ponti.al.it | |
Ponti (piemontesisch Póit) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Alessandria, Region Piemont, mit 491 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ponti liegt 47 km südwestlich von der Provinzhauptstadt Alessandria am Flusslauf der Bormida di Spigno im Alto Monferrato. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von knapp 12 km².
Die Nachbargemeinden sind Bistagno, Castelletto d’Erro, Denice, Monastero Bormida, Montechiaro d’Acqui (AT) und Sessame (AT).
Etymologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Toponym nimmt augenscheinlich Bezug auf die Lage des Ortes an einem Wasserlauf, der dort einst vielleicht leichter zu überqueren war als anderswo. Er wurde erstmals 1285 als in castro Ponti erwähnt.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ursprünge des Ortes reichen in die vorrömische Zeit zurück. Wahrscheinlich wurde er in etwa zur gleichen Zeit wie das nahegelegene Acqui Terme von den Ligurern gegründet. Die Römer nannten die Siedlung Pontum, wohl in Anlehnung an eine hier an der Via Aemilia Scauri errichtete Römerbrücke. Ein Meilenstein, die sogenannte Colonna Antonina aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., zeugt von der strategischen Bedeutung des Ortes, nachdem unter Kaiser Augustus, die Via Aemilia Scauri zur Via Julia Augusta ausgebaut wurde.[3]
Aus dem Mittelalter gibt es nur fragmentarische Zeugnisse. Ponti gehörte zu dem Gebiet, das Otto Aleramo schenkte und das den Namen Marca del Monferrato trug. Anschließend ging es an die Marchesi Del Carretto über, die es mit einer mächtigen Burg ausstatteten. Im 18. Jahrhundert fiel Ponti, wie viele andere Siedlungen in der Region, an die Savoyer und folgte damit dem Schicksal des neuen Staates.[4]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Ruinen der im 13. Jahrhundert erbauten Burg, die bis 1500 den Markgrafen Del Carretto gehörte.
- Die alte Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus der Romanik, die anschließend renoviert wurde.
- Die neue Pfarrkirche, die ebenfalls Mariä Himmelfahrt gewidmet ist und 1897 im Neobarrockstil erbaut wurde.
- Das Rathaus, in dessen Inneren ein Kruzifix des Bildhauers Giulio Monteverde aus dem 19. Jahrhundert und der römische Meilenstein aufbewahrt werden.
Kulinarische Spezialitäten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Ponti werden Reben der Sorte Dolcetto für den Dolcetto d’Acqui, einen Rotwein mit DOC Status angebaut. Die Beeren der Rebsorten Spätburgunder und/oder Chardonnay dürfen zum Schaumwein Alta Langa verarbeitet werden. Aus der Sorte Barbera wird der Rotwein Barbera del Monferrato gekeltert.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Informationen bei comuni-italiani.it (italienisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
- ↑ Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. S. 510.
- ↑ Storia. In: www.comune.ponti.al.it. Abgerufen am 1. März 2026 (italienisch).
- ↑ Ponti. In: italiapedia.it. Ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. Oktober 2024 (italienisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
