Pierre Monnard
Pierre Monnard (* 1976 in Châtel-Saint-Denis) ist ein Schweizer Filmregisseur.
Pierre Monnard (* 1976 in Châtel-Saint-Denis) ist ein Schweizer Filmregisseur.
Leben und Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pierre Monnard schloss sein Filmstudium 1998 an der Bournemouth Film School in England ab. Seine ersten Regiearbeiten, die Kurzfilme Swapped und Come Closer, brachten ihm zahlreiche Preise ein, darunter den Schweizer Filmpreis und ein Pardi di Domani beim Festival von Locarno.[1] Parallel begann er Werbefilme in Grossbritannien, der Schweiz, Deutschland und Frankreich zu drehen.
Sein erster Spielfilm, die Liebeskomödie Recycling Lily, kam 2013 in die Schweizer Kinos.[2] Seine erste Serie, der paranormale Thriller Anomalia, erschien 2016.[3] Hier zeichnete er für die Regie aller acht Folgen der ersten Staffel verantwortlich. Als Nächstes führte Pierre Monnard Regie bei der ersten und zweiten Staffel von Wilder. Beide Staffeln waren erfolgreich, die erste gilt bis dato als die quotenstärkste Serie des Schweizer Fernsehens SRF.[4][5]
Ebenfalls zu einem Publikumserfolg avancierte sein zweiter Spielfilm Platzspitzbaby (2020), der mehrfach für den Schweizer Filmpreis nominiert wurde und in der Kategorie «Beste Darstellerin» einen «Quartz» gewann (Sarah Spale). Von 2021 bis 2024 führte Monnard Regie bei drei weiteren Fernsehserien, Neumatt für SRF, Hors saison für RTS und Winter Palace für RTS und Netflix.
2024 erschien sein Kinofilm Bisons über einen Freiburger Schwinger, der mit illegalen Kämpfen im nahen Frankreich versucht, seinen Bauernhof zu retten.[6] Im November 2025 erschien Hallo Betty, in dem Sarah Spale nach Platzspitzbaby und Wilder erneut die Hauptrolle in einem Pierre Monnard-Film spielte. Bereits im Februar 2026 erscheint die nächste Arbeit des Regisseurs in den Schweizer Kinos, Ewigi Liebi, eine Adaption des gleichnamigen Musicals.[7]
Pierre Monnard ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Zürich. Er bezeichnet es als „Hochseilakt“, von seinem Beruf finanziell leben zu können. Monnard spricht sich angesichts der Prekarität seines Berufsstandes für grössere finanzielle Kontinuität und Planungssicherheit aus. Den Schweizer Film sieht er auf dem hohen europäischen Niveau. Er dürfe, nicht ohne Stoltz, das „Syndrom vom kleinen Schweizer“ hinter sich lassen.[8]
Filmographie (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2002: Swapped (Kurzfilm)
- 2004: Come Closer (Kurzfilm)
- 2013: Recycling Lilly
- 2016: Anomalia (Fernsehserie)
- 2017: Wilder – Staffel 1 (Fernsehserie)
- 2019: Wilder – Staffel 2 (Fernsehserie)
- 2020: Platzspitzbaby
- 2021: Neumatt – Staffel 1 (Fernsehserie)
- 2022: Hors saison (Fernsehserie)
- 2024: Winter Palace (Fernsehserie)
- 2024: Bisons
- 2025: Hallo Betty
- 2026: Ewigi Liebi
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pierre Monnard bei Swiss Films
- Pierre Monnard bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Pierre Monnard. Abgerufen am 28. November 2025.
- ↑ ProCinema: ProCinema: filmdb - Recycling lily. Abgerufen am 28. November 2025.
- ↑ Anomalia. Abgerufen am 28. November 2025 (französisch).
- ↑ SRF: 681'000 Zuschauer sahen «Wilder». Abgerufen am 28. November 2025 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ SRF: «Wilder» glänzt mit Rekordquoten. Abgerufen am 28. November 2025 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ ProCinema: ProCinema: filmdb - Bisons. Abgerufen am 28. November 2025.
- ↑ EWIGI LIEBI. In: DCM Stories. Abgerufen am 28. November 2025 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ Thierry Rabaud: Chapeau l’artiste : Création artistique rime bien souvent avec précarité économique. La Suisse soutient-elle assez ses artistes? La parole a celles et ceux qui, contre vents et marées, en ont fait leur métier. In: Le Courrier. Nr. 5, 11. Januar 2026, S. 19 f. (lecourrier.ch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Monnard, Pierre |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Filmregisseur |
| GEBURTSDATUM | 1976 |
| GEBURTSORT | Châtel-Saint-Denis |