Picos

Picos ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Piauí im Nordosten des Landes. Sie liegt im Zentrum des Bundesstaates und gilt als eines der wichtigsten wirtschaftlichen und regionalen Zentren von Piauí. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 87.000 geschätzt.
| Município de Picos Picos | |||
|---|---|---|---|
Kirche Nossa Senhora dos Remédios | |||
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| Koordinaten | 7° 5′ S, 41° 28′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 12. Dezember 1890 (als Stadt)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Piauí | ||
| ISO 3166-2 | BR-PI | ||
| Região intermediária | Picos (seit 2017) | ||
| Região imediata | Picos (seit 2017) | ||
| Höhe | 206 m | ||
| Gewässer | Rio Guaribas | ||
| Klima | semiarides Klima | ||
| Fläche | 577,3 km² | ||
| Einwohner | 86.701 (2025[2]) | ||
| Dichte | 150,2 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.picos.pi.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| HDI | 0,698 (2010) | ||
Picos ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Piauí im Nordosten des Landes. Sie liegt im Zentrum des Bundesstaates und gilt als eines der wichtigsten wirtschaftlichen und regionalen Zentren von Piauí. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 87.000 geschätzt.[3]
Geografie und Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Picos liegt im Zentrum von Piauí auf einer Höhe von etwa 200 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Guaribas, eines Nebenflusses des Rio Parnaíba.
Das Klima ist semiarid mit hohen Temperaturen und unregelmäßigen Niederschlägen. Die Vegetation ist überwiegend durch die Caatinga geprägt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region von Picos wurde im 18. Jahrhundert im Zuge der Expansion der Viehzucht im Hinterland von Piauí besiedelt. Der Ort entwickelte sich zunächst als landwirtschaftliches Zentrum entlang wichtiger Handelsrouten. Die fruchtbaren Böden zogen Händler und Bauern aus Pernambuco und Bahia an, die dort florierende Geschäfte machten.[4]
Im 19. Jahrhundert gewann Picos an Bedeutung als regionaler Marktort. 1855 wurde die Gemeinde offiziell gegründet und 1890 zur Stadt erhoben.[4]
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handels- und Dienstleistungszentrum im Landesinneren von Piauí. Die Lage an bedeutenden Verkehrsachsen förderte das Wachstum der Stadt. In den 1960er Jahren wurde der Ort allerdings von schweren Überschwemmungen heimgesucht, die Erholung dauerte danach lange.
Demografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 87.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt. Die Mehrheit der Bevölkerung ist ethnisch gemischter Abstammung.[5]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 61.572 |
| 2000 | 68.974 |
| 2010 | 74.435 |
| 2022 | 83.090 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Picos ist eines der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren im Bundesstaat Piauí.
Die Region ist ein bedeutender Produzent von Cashew-Produkten, insbesondere Cashewnüssen. Darüber hinaus werden auch Mais und Bohnen angebaut sowie Honig produziert. Der Handel spielt eine zentrale Rolle, da Picos als regionales Versorgungszentrum fungiert und wichtige Verkehrsachsen (BR-316) aufeinandertreffen.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Picos gehört zum römisch-katholischen Bistum Picos.[6] Neben der katholischen Kirche sind auch freikirchlich-protestantische Gemeinden vertreten.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Picos – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 15. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Picos – Panorama. IBGE, abgerufen am 15. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Picos – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 15. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ a b Picos – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 15. April 2026.
- ↑ City Population: Picos. Abgerufen am 15. April 2026.
- ↑ Sul 1 Region of Brazil [Catholic-Hierarchy]. Abgerufen am 13. April 2026.

