Nabil Atassi
Nabil Atassi (* 1981 in Lüdenscheid) ist ein deutscher Journalist und Moderator.
Nabil Atassi (* 1981 in Lüdenscheid) ist ein deutscher Journalist und Moderator.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Atassi studierte nach dem Abitur von 2001 bis 2008 Humanmedizin in Hamburg und Paris. Von 2005 bis 2009 promovierte er zum Thema Zytotoxizität polyklonaler Antithymozytenglobuline an Zellen der Chronischen Lymphatischen Leukämie an der Klinik für Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Seine Ausbildung zum Facharzt für Urologie absolvierte er am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin. Ab 2017 war er als Oberarzt und zuletzt bis 2021 als Geschäftsführender Oberarzt an der Urologischen Klinik am Klinikum Sindelfingen-Böblingen tätig.[1]
Erste Erfahrungen beim Radio sammelte er ab 2001 beim Freien Sender Kombinat in Hamburg. Nach Praktika bei der Deutschen Welle und beim Schweizer Radio und Fernsehen arbeitete er ab 2010 frei als Autor und Moderator für die Jazzredaktion im Norddeutschen Rundfunk und später für radio3 (früher rbbKultur).[2] 2011 konzipierte er in Berlin ein Online-Gesprächsformat mit Musik und Gästen aus der Welt des Jazz. Daraus entwickelte sich eine Talksendung mit Gästen aus Gesellschaft und Kultur, die zuletzt unter dem Namen PopTalk online und als Podcast abrufbar ist.[3]
Im April 2020 entwarf er unter dem Eindruck der Corona-Pandemie für SWR1 Baden-Württemberg den Podcast Covid19 – Was Ärzte und Helfer wirklich erleben, den er selbst als Host moderierte.[4] 2021 beendete Atassi seine ärztliche Tätigkeit und ging als Moderator und Redakteur zum Südwestrundfunk (SWR) in Stuttgart.
Seit Januar 2022 moderiert Nabil Atassi in SWR1 Baden-Württemberg die Talk-Sendung Leute. Ab 2023 übernahm er zusätzlich im Gesundheitsmagazin Doc Fischer[5] im SWR-Fernsehen die Vertretung für Moderatorin Julia Fischer.
Atassi lebt und arbeitet in Stuttgart und Berlin.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2013 erhielt Nabil Atassi gemeinsam mit Karsten Mützelfeldt für eine Radioreportage zur Jazzszene in London den WDR Jazzpreis (Ehrenpreis für herausragende Radiobeiträge im Jazzbereich).[6]
2022 wurde Atassi mit dem Deutschen Radiopreis in der Kategorie „Bestes Interview“ für die Podcast-Folge von SWR1 Baden-Württemberg Pflege am Limit: Krankenschwester auf einer Corona-Station ausgezeichnet.[7]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Nabil Atassi, Thomas Knoll: Future of kidney stone management: surgical intervention miniaturization of PCNL: where is the limit? In: Current Opinion in Urology. Band 30, Nr. 2, März 2020, ISSN 0963-0643, S. 107–112, doi:10.1097/MOU.0000000000000713 (lww.com [abgerufen am 17. März 2022]).
- ↑ Jazz Special: „Deutsche Jazzunion“. In: ndr.de. Abgerufen am 18. März 2022.
- ↑ About. In: pop-talk.de. Abgerufen am 18. März 2022.
- ↑ Corona-Helfer:innen: Was Menschen im medizinischen Bereich wirklich erleben! In: swr.de. Abgerufen am 18. März 2022.
- ↑ Doc Fischer. In: swr.de. Abgerufen am 12. März 2026.
- ↑ Freitag 01.02.2013 | 18:00 | WDR Funkhaus - WDR 3. 1. Februar 2013, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 1. Februar 2013; abgerufen am 18. März 2022.
- ↑ Deutscher Radiopreis an SWR1 Podcast "Corona Helfer:innen" / Redakteur Nabil Atassi ausgezeichnet. Archiviert vom ; abgerufen am 18. Oktober 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Atassi, Nabil |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Arzt, Journalist und Moderator |
| GEBURTSDATUM | 22. Januar 1981 |
| GEBURTSORT | Lüdenscheid |