Monster Busters
Monster Busters (Originaltitel: The Monster Squad) ist eine US-amerikanische Horrorkomödie von Regisseur Fred Dekker aus dem Jahr 1987. Der Film floppte an den Kinokassen, entwickelte sich aber über die Jahre zu einem Kultfilm.
| Film | |
| Titel | Monster Busters |
|---|---|
| Originaltitel | The Monster Squad |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1987 |
| Länge | 82 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Taft Entertainment Pictures, Keith Barish Productions |
| Stab | |
| Regie | Fred Dekker |
| Drehbuch | Shane Black, Fred Dekker |
| Produktion | Jonathan A. Zimbert |
| Musik | Bruce Broughton |
| Kamera | Bradford May |
| Schnitt | James Mitchell |
| → Synchronisation | |
Monster Busters (Originaltitel: The Monster Squad) ist eine US-amerikanische Horrorkomödie von Regisseur Fred Dekker aus dem Jahr 1987. Der Film floppte an den Kinokassen, entwickelte sich aber über die Jahre zu einem Kultfilm.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Monster Squad ist ein Club von Kindern, die Spaß an den klassischen Monstern der Universal-Horrorfilme haben. In ihrem Club, der im Baumhaus vom Clubleiter Sean Crenshaw tagt, tun sie so, als seien die Monster real. In der Schule werden sie belächelt und gehänselt. Neben Sean gehören Patrick Rhodes, der zweite Anführer, der dickliche Horace sowie der jüngere Eugene zum Club. Seans jüngere Schwester Emily würde gerne zum Club gehören, doch die älteren lassen sie nicht. Als Horace mal wieder gehänselt wird, greift der wesentlich ältere Rudy ein und rettet ihn. Er wird zum Ehrenmitglied des Clubs ernannt.
Sean erhält das Tagebuch von Abraham van Helsing, muss jedoch feststellen, dass dies in Deutsch geschrieben ist. Der einzige Deutsche weit und breit ist jedoch ein Mann, den sie nur den gruseligen Deutschen nennen und der in einem heruntergekommenen, gruseligen Haus wohnt. Die Gruppe nimmt all ihren Mut zusammen und sucht ihn auf. Tatsächlich handelt es sich bei ihm um einen echten Gentleman und Überlebenden des Holocausts, der ihnen bei Kaffee und Kuchen hilft das Tagebuch zu übersetzen. Es ist Abraham van Helsing hundert Jahre zuvor gelungen, seinen alten Feind Graf Dracula zu bezwingen, aber nicht endgültig zu vernichten. Dazu verwendete er ein altes Amulett, das die guten Kräfte bündelte. Sein Schüler brachte das Amulett in die USA, um es dem Wirkungskreis von Dracula zu entziehen. Einmal alle hundert Jahre, um genau zu sein am Folgetag, wird das unzerstörbare Amulett verwundbar. Gerät es in die falschen Hände erzeugt es einen Limbus, der die Monster der Unterwelt erneut auf die Welt bringt. Die Kinder beschließen, das Amulett zu finden.
Und tatsächlich, die Zeit drängt, denn Dracula hat die Spur des Amuletts verfolgt und ist in die Heimatstadt des Squads gekommen. Dort hat er den Wolfsmensch, die Mumie, Frankensteins Monster und den Schrecken des Amazonas um sich versammelt und auf die Kinder gehetzt, um an das Tagebuch zu gelangen. Jedoch freundet sich Phoebe mit Frankensteins Monster an und gemeinsam versucht man, Dracula das Handwerk zu legen. Das Amulett ist in einem Raum unter dem Haus Haus vergraben, das Dracula und die anderen Monster jetzt bewohnen. Der Raum ist mit Schutzzaubern übersät, die die Monster daran hindern, es an sich zu nehmen. Die Monster Squad bricht in das Haus ein, beschafft sich das Amulett und entkommt nur knapp Draculas Fängen. Sie beraten sich mit dem gruseligen Deutschen, der ihnen mitteilt, dass eine Jungfrau einen Zauberspruch lesen muss, der die Wirkung des Limbus umkehren kann. Aus Rache für ihre Einmischung zerstört Dracula das Clubhaus der Truppe und zieht damit den Polizeidetektiv Del Crenshaw, den Vater von Sean und Phoebe, in den Kampf hinein.
Als Mitternacht näher rückt, begibt sich die Truppe zu einer örtlichen Kirche. Die Türen der Kirche sind jedoch verschlossen, sodass der Zauberspruch auf der Treppe gesprochen werden muss. Sie bitten Patricks ältere Schwester Lisa um Hilfe, da sie die einzige Jungfrau ist, die sie kennen, aber der Zauberspruch schlägt fehl. Lisa muss kleinlaut zugeben, dass sie eigentlich keine Jungfrau mehr ist. Als die Monster näher kommen, kommt die Truppe zu dem Schluss, dass Phoebe die Aufgabe, das Portal zu öffnen, erfüllen muss, und der gruselige Deutsche versucht, ihr beim Vorlesen des Zauberspruchs zu helfen, während die Truppe und Detective Crenshaw die Monster abwehren.
Im folgenden Kampf werden alle Monster bis auf Dracula besiegt. Als Dracula an das Amulett kommt, greift Frankensteins Monster ein und spießt ihn auf einem Kreuz auf. Phoebe beendet den Zauberspruch und öffnet das Portal, das beginnt, die Körper der Monster zu verschlingen. Dracula versucht, Sean mit sich hinein zu ziehen, aber es gelingt Sean Dracula mit einem Holzpfahl zu pfählen. Van Helsing, der kurzzeitig aus der Vorhölle entkommen konnte, zieht Dracula endgültig in sein Verderben. Als Frankensteins Monster in das Portal gezogen wird, hält Phoebe es fest und fleht es an, zu bleiben. Da es weiß, dass es nicht auf die Erde gehört, lässt Frankensteins Monster Phoebes Hand los, nimmt aber ihr Geschenk, ein Stofftier, an, um sich an sie zu erinnern. Das Portal schließt sich.
Die US-Army, die vorher von Eugene informiert wurde, kommt zu spät. Als der verwirrte General zu verstehen versucht, was genau eigentlich vorgefallen ist, bekommt er eine Visitenkarte der Monster Squad überreicht.
Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film wurde in den Vereinigten Staaten ab dem 14. August 1987 im Kino aufgeführt. Der Film erzielte im Box Office gerade einmal 3,8 Millionen US-Dollar Einnahmen, wobei er in der ersten Woche mit 2,9 Millionen US-Dollar Platz 12 der Kinocharts erreichte. Bereits in der dritten Woche wurde der Film aus den Kinos entfernt.[2]
1988 erschien der Film auf VHS, Betamax sowie später auch auf Laserdisc. In Deutschland erschien der Film 1988 als Verleihversion über VPS und war ab 16 Jahren freigegeben.[3]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kritiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf Metacritic hat der Film ein Prozentergebnis von 61 % auf der Basis von 14 Kritiken, wobei es sich vor allem um neure Kritiken handelte.[4] Das Gleiche gilt für die Seite Rotten Tomatoes, die einen Schnitt von 60 %[5] auf Basis von 29 Reviews errechnete. Die zeitgenössischen Kritiken waren gespalten. So bezeichnete Hal Hinson in der Washington Post den Film als eine unverhohlen aus Die Goonies (1985), Ghostbusters – Die Geisterjäger (1984), den Hardy Boys sowie Abbott und Costello zusammengewürfelte Mixtur mit schlechten Schauspielern in schlechten Kostümen und Make-up sowie unerträgliche Kinder.[6] Scott Cain schrieb dagegen in The Atlanta Journal-Constitution, dass es sich um ein würdiges Begleitstück von The Lost Boys handele, der im gleichen Jahr Premiere hatte.[7] In der Los Angeles Times schrieb Kevin Thomas, der Film sei so witzig, das man gerne wieder ein Kind wäre.[8] Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Nicht sonderlich eigenständige Horrorkomödie, die sich großzügig bei Vorbildern wie Ghostbusters und Gremlins bedient und ihren Zitatenschatz mit reichlich garstigen ‚special effects‘ streckt.“[9]
Einspielergebnis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das desaströse Einspielergebnis von lediglich 3,8 Millionen US-Dollar mit den Produktionskosten von 14 Millionen US-Dollar gegengerechnet machten den Film zu einem großen Flop.[10] Ein großes Problem war sicherlich die Altersfreigabe, die in den Vereinigten Staaten PG-13 betrug und im Vereinigten Königreich ab 15 Jahren freigegeben war. So wurde jüngeren Kindern der Film vorenthalten, während Teenager eher den etwas härteren The Lost Boys bevorzugten.[11]
Revival
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 16. April 2006 organisierte Eric Vespe von Ain't It Cool News zwei Kinovorstellungen im Alamo Drafthouse Cinema in Austin, Texas, die beide ausverkauft waren. Regisseur Fred Dekker, Hauptdarsteller Andre Gower, Ashley Bank sowie Ryan Lambert waren anwesend. Ausgehend von diesem Erfolg entstand ein Revival um den Film.[12] Es entstanden die ersten DVD-Produktionen und der Film war weltweit wieder erhältlich. Eine 2007 von Lions Gate Entertainment herausgegebene Doppel-DVD wurde bei den Saturn-Awards 2008 als beste Classic-DVD ausgezeichnet.[13] Ab 2008 machten Gerüchte um ein Remake die Runde. Die Rechte lagen bei Paramount Pictures und es entstand unter Michael Bays Produktionsfirma Platinum Dunes Pläne, das Rob Cohen Regie führen sollte. Das Drehbuch wurde bei Mark und Brian Gunn in Auftrag gegeben.[14] 2014 wurde das Projekt jedoch offiziell aufgegeben.[15]
Für das 30-jährige Jubiläum 2017 wurde der Film in 17 amerikanischen Städten aufgeführt. Eine Sondervorstellung fand am Ende der Tour im Prince Charles Cinema in London statt.[16] 2018 entstand unter der Regie von Andre Gower der Dokumentarfilm Wolfman's Got Nards, der sich mit dem Kult um den Film befasst und zum Großteil während der Kinotour gedreht wurde.[17][10]
Besetzung und Synchronisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[18] |
|---|---|---|
| Sean Crenshaw | Andre Gower | Florian Bathke |
| Abraham van Helsing | Jack Gwillim | Ulf Jürgen Söhmisch |
| Del Crenshaw | Stephen Macht | Randolf Kronberg |
| Der gruselige Deutsche | Leonardo Cimino | Til Kiwe |
| Derek | Adam Carl | Dirk Meyer |
| Detective Sapir | Stan Shaw | Christian Tramitz |
| E. J. | Jason Hervey | Marc Stachel |
| Emily Crenshaw | Mary Ellen Trainor | Katharina Lopinski |
| Eugene | Michael Faustino | Silvio Liberatore |
| Eugenes Vater | Robert Lesser | Erhard Hartmann |
| Frankensteins Monster | Tom Noonan | Willi Röbke |
| Graf Dracula | Duncan Regehr | Arnim André |
| Horace | David Wendel | Björn Schalla |
| Phoebe Crenshaw | Ashley Bank | Sabine Bohlmann |
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Monster Busters bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Monster Busters. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).
- ↑ The Monster Squad. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 12. März 2026.
- ↑ Monster Busters in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 12. März 2026.
- ↑ The Monster Squad Reviews – Metacritic. Abgerufen am 12. März 2026 (englisch).
- ↑ Monster Busters. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 7. Oktober 2021 (englisch, aggregiert aus 25 Kritiken).
- ↑ Hal Hinston: 'The Monster Squad' (PG-13). In: The Washington Post. 17. August 1987, abgerufen am 12. März 2026.
- ↑ Scott Cain: 'Monster Squad" adventure alludes to horror classics. In: The Atlanta Journal-Constitution. 14. August 1987, S. 128.
- ↑ MOVIE REVIEW : 'MONSTER SQUAD' IS FUN FOR THE KID IN ALL OF US. 14. August 1987, abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Monster Busters. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 12. März 2026.
- ↑ a b 'The Monster Squad' returns in trailer for documentary 'Wolfman's Got Nards'. Abgerufen am 12. März 2026 (englisch).
- ↑ Jim Vorel: The Monster Squad Is Getting a Cult Horror Documentary, Wolfman's Got Nards. In: Paste Magazine. Abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ staff: MONSTER SQUAD Q&A with Dekker and Cast! Trivia! Pics! And DVD info!!! Abgerufen am 12. März 2026 (englisch).
- ↑ Ryan Turek: The Saturn Award '08 Winners Announced. In: ComingSoon.net – Movie Trailers, TV & Streaming News, and More. 25. Juni 2008, abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Peter Sciretta: Screenwriters Hired For The Monster Squad Remake. 16. Juni 2010, abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ The 'Monster Squad' Remake Is Officially „Dead“ – Bloody Disgusting. Archiviert vom am 17. November 2019; abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Leyla Mikkelsen: André Gower and Ryan Lambert Talk 'The Monster Squad' – Forces of Geek. Archiviert vom am 23. März 2023; abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Tim Molloy: Wolfman's Got Nards: The Monster Squad Deep Dive You Were Dying For. 21. Februar 2021, abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Monster Busters. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 12. März 2026.