Merle Collins
Merle Collins (* 1950 in Aruba) ist eine grenadische Schriftstellerin und Hochschullehrerin (Lyrik, Prosa, Essay), die lange an der University of Maryland lehrte und dort 2021 in den Ruhestand ging. Ihr 2023 erschienener Roman Ocean Stirrings über Louise Langdon Norton Little, die Mutter von Malcolm X, war 2024 Finalistin für den Orwell Prize for Political Fiction.
Merle Collins (* 1950 in Aruba) ist eine grenadische Schriftstellerin und Hochschullehrerin (Lyrik, Prosa, Essay), die lange an der University of Maryland lehrte und dort 2021 in den Ruhestand ging.[1][2] Ihr 2023 erschienener Roman Ocean Stirrings über Louise Langdon Norton Little, die Mutter von Malcolm X, war 2024 Finalistin für den Orwell Prize for Political Fiction.[3][4][5]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Collins wurde als Kind grenadischer Eltern 1950 in Aruba geboren und wuchs kurz darauf in Grenada auf.[1] Sie studierte an der University of the West Indies (Mona) Englisch und Spanisch und unterrichtete anschließend in Grenada sowie auf St. Lucia.[1] Im Jahr 1980 erwarb sie einen Master in Latin American Studies an der Georgetown University und schloss später mit einem Ph.D. in Government an der London School of Economics ab.[1] Während der Grenada-Revolution arbeitete sie als Koordinatorin für Forschung zu Lateinamerika und der Karibik in der Regierung Grenadas.[1] 1983 verließ sie Grenada und ging in die akademische Lehre, unter anderem in den Vereinigten Staaten.[1] Seit 1995 war Collins an der University of Maryland Professorin für vergleichende Literatur und Englisch und trat im Frühjahr 2021 in den Ruhestand.[2] Im Jahr 2018 zeichnete die University of Maryland sie als Distinguished Scholar-Teacher aus.[6] 2024 war sie Writer-in-Residence am UWI-Campus St. Augustine in Trinidad und Tobago.[1]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Collins’ Arbeit verbindet literarisches Schreiben mit kultur- und geschichtswissenschaftlicher Forschung zu Sprache, Archiv und Erinnerung der Karibik, was sie in Projekten zur Familiengeschichte von Malcolm X wiedergibt.[6] Zu ihren Büchern zählen die Romane Angel (1987) und The Colour of Forgetting (1995), der Erzählband Rain Darling (1990) sowie The Ladies Are Upstairs (2011).[1][2] Mit Ocean Stirrings (2023) erzählt Collins die weitgehend übersehene Lebensgeschichte von Louise Langdon Norton Little zwischen Grenada, Nordamerika und der Garvey-Bewegung in literarischer Form.[3] Das Buch erreichte 2024 die Shortlist des Orwell Prize for Political Fiction.[4][5]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d e f g h Merle Collins to speak at UWI’s Literature Week. In: Trinidad and Tobago Newsday. 12. März 2024, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ a b c Interview with Retiring Professor Merle Collins. In: University of Maryland, Department of English. 19. Mai 2021, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ a b Grenadian writer resurrects Malcolm X’s mother. In: Trinidad Guardian. 22. Oktober 2023, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ a b The Orwell Prizes 2024: Finalists announced. In: The Orwell Foundation. 23. Mai 2024, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ a b Orwell Prizes 2024 shortlists announced. In: Books+Publishing. 11. Juni 2024, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ a b Writer, Teacher, Activist and Voice for Caribbean History. In: University of Maryland, Department of English. 14. November 2018, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Collins, Merle |
| KURZBESCHREIBUNG | grenadische Schriftstellerin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 1950 |
| GEBURTSORT | Aruba |