Lindersbach
Lindersbach – alternativ Lindersbachsiedlung oder Haustelsiedlung genannt – ist ein Wohnplatz innerhalb der Stadt Rodalben. Zugleich ist er Standort einer gleichnamigen, untergegangenen Siedlung, die im Mittelalter entstanden war.
Lindersbach Stadt Rodalben
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| Koordinaten: | 49° 15′ N, 7° 39′ O | |
| Postleitzahl: | 66976 | |
| Vorwahl: | 06331 | |
Lage von Lindersbach in Rheinland-Pfalz
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Berufsbildende Schule
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Lindersbach – alternativ Lindersbachsiedlung oder Haustelsiedlung genannt – ist ein Wohnplatz innerhalb der Stadt Rodalben.[1] Zugleich ist er Standort einer gleichnamigen, untergegangenen Siedlung, die im Mittelalter entstanden war.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stadtteil befindet sich unmittelbar nordöstlich der Kernstadt von Rodalben am Südostfuß des Kirchberg. Im Südosten wird er durch die Landesstraße 482 begrenzt. Südöstlich erstreckt sich der Stadtteil Lohn.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An der Stelle befand sich einst eine wüst gefallene Siedlung, von der Mauerreste überdauert hatten und die bereits vor 1581 aufgegeben wurde; konkrete Informationen über ihren Niedergang fehlen.[2] Der Name leitet sich von der französischen Bezeichnung für die Grafen von Leiningen – „Les Contes de Lynange“ – ab, die einst über Rodalben herrschten. Das seinerzeitige Gewann war im Gräfensteiner Amtsgefällbuch 1539 als Lynnderßbach, 1581 als Linderspach und 1698 als Linnersbach bezeichnet.[3] Bis Ende des 18. Jahrhunderts befand sich im Bereich der Wüstung die im Zuge der Französischen Revolution zerstörte Maria-Trost-Kapelle, die ein Jahrzehnt später an einem anderen Standort wieder aufgebaut wurde.[4]
Die Siedlung wurde ab 1935 errichtet, zuerst als Turnstraße.[5] Ab den 1960er Jahren kamen weitere Wohnhäuser hinzu, sodass der Stadtteil in der Folge mit der Kernstadt zusammenwuchs.[6]
1995 entstanden im Stadtteil in einem Freiluftatelier die Skulpturen für den Skulpturenweg Rodalben.[7]
Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stadtteil ist seit Ende der 1980er Jahre Standort der Berufsbildenden Schule Rodalben. Seit 1971 existieren die TSR-Sporthalle und der Sportplatz des FC Rodalben als Teil eines Sportzentrums.[8][9] Zusätzlich gibt es ein eingezäuntes Festgelände.[10]
Durch den Stadtteil verläuft ein Wanderweg, der mit einem blau-weißen Balken markiert ist und von Ramsen bis nach Schönau verläuft.[11]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 165 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ Vinzenz Bernhard: Wüstungen in der Rodalber Gemarkung. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 326 f.
- ↑ Vinzenz Bernhard: Flurnamen „verraten“ viel. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 454.
- ↑ Vinzenz Bernhard: Rodalber Kirchengeschichte - eng mit der Ortsgeschichte verbunden. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 215.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 306.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 309 f.
- ↑ 1995 - Skulpturen als Blickfang. In: kulturland.rlp.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Trainingslager. In: ptsrodalben.de. 12. Dezember 2022, abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Emil Frank: Sport in Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 381.
- ↑ Festgelände Lindersbach. In: pfalz.de. 11. Dezember 2022, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 12. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.

