Kitimat
Kitimat ist eine Küstenstadt im nordwestlichen British Columbia im Regional District of Kitimat-Stikine. Das Kitimat Valley ist Teil eines der bekanntesten städtischen Bezirke im Nordwesten British Columbias. Die Gemeindefläche umfasst 242,63 km². Der Kitimat River mündet südlich der Gemeinde in den Kitimat Arm, eine Nebenbucht des Douglas Channel. Der Kitimat Arm ist auch für große Schiffe befahrbar.
| Kitimat | ||
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| Lage in British Columbia | ||
| Staat: | ||
| Provinz: | British Columbia | |
| Regionaldistrikt: | Regional District of Kitimat-Stikine | |
| Koordinaten: | 54° 4′ N, 128° 38′ W | |
| Höhe: | 40 m | |
| Fläche: | 239.28 km² | |
| Einwohner: | 8236 (Stand: 2021[1]) | |
| Bevölkerungsdichte: | 34,4 Einw./km² | |
| Zeitzone: | Pacific Time (UTC−8) | |
| Postleitzahl: | V8C … | |
| Kitimat | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kitimat ist eine Küstenstadt im nordwestlichen British Columbia im Regional District of Kitimat-Stikine. Das Kitimat Valley ist Teil eines der bekanntesten städtischen Bezirke im Nordwesten British Columbias. Die Gemeindefläche umfasst 242,63 km².
Der Kitimat River mündet südlich der Gemeinde in den Kitimat Arm, eine Nebenbucht des Douglas Channel. Der Kitimat Arm ist auch für große Schiffe befahrbar.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt wurde in den 1950er Jahren von der Minengesellschaft Aluminum Company of Canada (Alcan) im Zusammenhang mit dem Bau des Kenney-Staudamms am Nechako geplant und gebaut.
Die Zuerkennung der kommunalen Selbstverwaltung für die Gemeinde erfolgte am 31. März 1953 (incorporated als District Municipality).[2]
Bereits 1908 wurde am südlichen Rand der heutigen Gemeinde eine Internatsschule für die First Nations, die „Kitimaat Indian Residential School“, eröffnet.[3][4] Ab 1920 wurde, als der Schulbesuch für alle Kinder zwischen 7 und 15 Jahren in ganz Kanada obligatorisch wurde, das System der Residential Schools eingeführt und die Schule in dieses integriert. Die Schule wurde bis zu ihrer Schließung im Jahr 1941 durch die Römisch-katholische Kirche betreut. Allgemein kam es in diesen Schulen zu Tausenden von Übergriffen auf die Schüler und die Schulen hatte eine hohe Sterblichkeitsrate. Für dieses System entschuldigte sich die kanadische Bundesregierung im Jahr 2008.[5]
Demographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Zensus im Jahre 2021 ergab für die Distriktgemeinde eine Bevölkerungszahl von 8.236 Einwohnern.[1] Von diesen gaben 1.245 Personen an, indigener Identität zu sein, was 15,2 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt entspricht.[6]
Die Bevölkerung der Stadt entwickelte sich zwischen den Zählungen 2016 (8.131 Personen) und 2021 (8.236 Personen) um 1,3 % positiv, womit der Bevölkerungs-Rückgang seit 1991 beendet wurde. Über 65 Prozent der Bevölkerung ist zwischen 15 und 64 Jahre alt und damit jünger, als die durchschnittliche Bevölkerung in British Colombia.[7]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Durchschnittseinkommen der Beschäftigten in Kitimat lag im Jahr 2006 bei 33.931 C $ und damit weit über dem Durchschnitt der Provinz British Columbia, wo der Durchschnitt 2006 nur 24.867 C $ betrug.[8]
In Kitimat betreibt Rio Tinto Alcan ein Werk. Im Jahr 2013 produzierten die rund 1200 Mitarbeiter im Werk 171.704 Tonnen Aluminium.[9]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Highway 37 führt in Nord-Süd-Richtung durch die Gemeinde.
Etwa 13 Kilometer nördlich der Gemeinde befindet sich der Flugplatz Kitimat Airport (Transport Canada Identifier: CBW2). Der Flugplatz hat nur eine geschotterte Start- und Landebahn von 914 Meter Länge.
Weiterhin ist die Kleinstadt an das kanadische Eisenbahnnetz angeschlossen. Canadian National Railway betreibt hier eine Station.
Öffentlicher Personennahverkehr wird örtlich mit fünf Linien durch das „Kitimat Transit System“ angeboten, welches von BC Transit in Kooperation betrieben wird.[10] Regional besteht durch das „Skeena Regional Transit System“ eine Verbindung nach Terrace.[11]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jamie MacDonald (* 1994), Shorttrackerin
- Rod Pelley (* 1984), Eishockeyspieler
- Alison Redford (1965), Politikerin und ehemalige Premierministerin der Provinz Alberta
- Eden Robinson (* 1968), Schriftstellerin
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- District of Kitimat
- Kitimat. In: The Canadian Encyclopedia. (englisch, französisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Census Profile – Kitimat, District municipality (Census subdivision) and British Columbia (Province). In: Census 2021. Statistics Canada, 10. Dezember 2025, abgerufen am 12. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Origin Notes and History. Kitimat. In: GeoBC. Abgerufen am 1. Oktober 2012 (englisch).
- ↑ Kitimaat Residential School. National Centre for Truth and Reconciliation, abgerufen am 23. September 2021 (englisch).
- ↑ Kitimaat. Indian Residential School History and Dialogue Centre at UBC, abgerufen am 23. September 2021 (englisch).
- ↑ Statement of apology to former students of Indian Residential Schools. Government of Canada, 11. Juni 2008, abgerufen am 23. September 2021 (englisch).
- ↑ Focus on Geography Series, 2021 Census of Population. Kitimat, District municipality. Government of Canada, 9. Dezember 2025, abgerufen am 12. Februar 2026 (englisch, Topic: Indigenous people).
- ↑ Focus on Geography Series, 2021 Census of Population. Kitimat, District municipality. Government of Canada, 9. Dezember 2025, abgerufen am 12. Februar 2026 (englisch, Topic: Age, sex at birth and gender).
- ↑ Kitimat Community Facts. In: BCStats. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2015; abgerufen am 2. Oktober 2012 (englisch).
- ↑ Sustainable Development Report 2013. (PDF; 1,9 MB) In: Rio Tinto Alcan. Abgerufen am 19. Juni 2015 (englisch).
- ↑ Kitimat Transit System. BC Transit, abgerufen am 11. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Skeena Regional Transit System. BC Transit, abgerufen am 11. Oktober 2020 (englisch).

