Javaapfel

Der Javaapfel oder Rosenapfel (Syzygium samarangense), auch aus dem englischen Trivialnamen wax apple - Wachsapfel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Syzygium innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sie wird als Obst in den südostasiatischen Tropen und Subtropen angepflanzt.
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Javaapfel (Syzygium samarangense) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Syzygium samarangense | ||||||||||||
| (Blume), Merr. & L.M.Perry |
Der Javaapfel oder Rosenapfel (Syzygium samarangense), auch aus dem englischen Trivialnamen wax apple - Wachsapfel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Syzygium innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sie wird als Obst in den südostasiatischen Tropen und Subtropen angepflanzt.
Beschreibung
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Vegetative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Syzygium samarangense wächst als Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 12 Metern. Die Zweige sind abgeflacht.[1]
Die Laubblätter sind mehr oder weniger gegenständig am Zweig angeordnet. Der Blattstiel ist höchstens 4 Millimeter lang bis manchmal kaum erkennbar.[1] Die dünne ledrige, einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 10 bis 22 Zentimetern und einer Breite von 5 bis 8 Zentimetern elliptisch bis länglich mit schmal-gerundeter bis etwas herzförmiger Spreitenbasis und stumpfem bis etwas spitzem oberen Ende.[1] Auf der Blattunterseite sind viele kleine Drüsen vorhanden und die -oberseite wird beim Trocknen gelblich-braun. Auf jeder Seite des Mittelnervs befinden sich 14 bis 19 Seitenadern jeweils 6 bis 10 Millimeter voneinander entfernt und mit einem Winkel von 45° von der Mittelader abgehend, es gibt in geringem Abstand von etwa 5 Millimetern zum Blattrand verlaufende intramarginale Adern und eine zusätzliche Intramarginalader im Abstand von 1,5 Millimetern zum Blattrand; die Netznervatur ist auffällig.[1]
Generative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die achsel- oder endständigen zymösen Blütenstände sind 5 bis 6 Zentimeter lang und enthalten einige Blüten.[1]
Die zwittrige Blüte ist vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist bei einer Länge von 7 bis 8 Millimetern sowie einem Durchmesser von 6 bis 7 Millimetern verkehrt-kegelförmig.[1] Die vier Kelchlappen sind etwa 4 Millimeter groß und fast kreisförmig.[1] Die vier freien, weißen Kronblätter sind 1 bis 1,3 Zentimeter lang.[1] Die vielen Staubblätter sind etwa 1,5 Zentimeter lang. Der Griffel ist 2,5 bis 3 Zentimeter lang.[1]
An der Frucht sind haltbare fleischige Kelchblätter vorhanden.[1] Die bei Reife dunkel-rote, glänzende Frucht ist bei einer Länge von 4 bis 5 Zentimetern birnen- bis kegelförmig mit tief eingesunkenem oberen Ende und fleischig; sie enthalten nur einen Samen.[1]
Ähnlichkeit mit Früchten verwandter Arten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Javaapfelfrucht kann leicht mit dem ihm verwandten und ähnlichen Wasserapfel (Syzygium malaccense) verwechselt werden. Letztere ist jedoch in der Regel kleiner und gedrungener.[2]
Phänologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Asien reicht die Blütezeit von März bis April. Die Früchte reifen im Mai sowie Juni.[1]
- Sorten
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Die Sorte ‘Schwarze Perle’
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Weißer Javaapfel
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Grüner Javaapfel
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Javaapfel
Kulinarische Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fruchtfleisch ist fleischig mit hohem Wassergehalt und wird oft in Salaten frisch verzehrt. Die Früchte sind bekannt für ihren erfrischenden Geschmack, der an Wasser erinnert, und enthalten sehr wenig Nahrungsenergie, viele Antioxidantien wie Vitamin C sowie Mineralien wie Kalium und Kalzium. Damit entwickelt sich der Javaapfel immer mehr zum Trendfood. Die Früchte enthalten Lycopin, was hautverjüngend wirkt.[3]
Aus den Laubblättern des Javaapfels kann ein krampflösendes, ätherisches Öl gewonnen werden.[3]
Es gibt einige Hinweise auf medizinische Verwendungen.[4]
Anbau und Kultivierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sein Hauptanbaugebiet weist der Javaapfel inmitten des thailändischen Urwalds auf.[3]
Der Javaapfel gedeiht am besten in tropischen Klimazonen und wird anderen Klimazonen in beheizbaren Wintergärten oder Gewächshäusern kultiviert. Der Javaapfel wird bevorzugt auf sonnigen bis halbschattigen und warmen, windgeschützten Standorten angebaut. Für eine erfolgreiche Kultivierung ist es wichtig, die Pflanze ganzjährig unter Glas zu halten, um beste Ernteergebnisse zu erzielen.[5]
Ökologische Bedeutung und Kultivierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Javaapfel trägt zur Biodiversität bei, indem er Bestäuber wie Bienen anzieht und als Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten dient. Der Javaapfel ist auch ein wichtiger Bestandteil der lokalen Kultur und Wirtschaft in den Ursprungsregionen, wo sie traditionell angebaut und genutzt wird. Der Javaapfel wird auch in anderen tropischen und subtropischen Regionen weltweit kultiviert.[5]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schütt, Weisgerber, Schuck: Bäume der Tropen, 2006, Nikol Verlagsges., ISBN 3-937873-79-1.
- Jie Chen, Lyn A. Craven: Myrtaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-59-7. Syzygium samarangense (Blume) Merrill & L. M. Perry., S. 345 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Syzygium samarangense bei Useful Tropical Plants
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d e f g h i j k l Jie Chen, Lyn A. Craven: Myrtaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-59-7. Syzygium samarangense (Blume) Merrill & L. M. Perry. S. 345 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
- ↑ Peter Schütt: Bäume der Tropen. Die große Enzyklopädie mit über 800 Farbfotos. Nikol, Hamburg 2006, ISBN 978-3-933203-79-3, S. 319 ff.
- ↑ a b c Susanne Jung: Warum sich der thailändische Java-Apfel aktuell zu einem echten Trendfood entwickelt. Lebensmittel-Warenkunde.de, 21. Oktober 2019, abgerufen am 13. Februar 2024.
- ↑ J. Morton: Java Apple. In: Julia F. Morton: Fruits of warm climates. Miami, FL 1987, ISBN 0-9610184-1-0, S. 381 f, bei Horticulture – Purdue University
- ↑ a b Pflegeanleitung für Javaapfel. PictureThis, abgerufen am 13. Februar 2024.