Hubtor
Das Hubtor einer Schleuse besteht aus einer ebenen Tafel, die senkrecht über das Lichtraumprofil hinaus angehoben wird, damit ein Schiff mit seinen Aufbauten darunter hindurch fahren kann. Es erfordert eine entsprechende Führung durch seitliche Schienen, um das Pendeln bei der Bewegung zu vermeiden. Zur Reduzierung der notwendigen Antriebskräfte wird das hohe Torgewicht durch entsprechende Gegengewichte ausgeglichen. Die systembedingten hohen Aufbauten eines Hubtors verändern stark das Landschaftsbild und bilden im Flachland eine Landmarke. Daher erfordern sie architektonisch eine sorgfältige Gestaltung. Sie sind bei unsicherem Baugrund wie beispielsweise in Bergsenkungsgebieten oder zu weichem Untergrund eine gute Option und kamen häufig im Westdeutschen Kanalnetz zum Einsatz.

Das Hubtor einer Schleuse besteht aus einer ebenen Tafel, die senkrecht über das Lichtraumprofil hinaus angehoben wird, damit ein Schiff mit seinen Aufbauten darunter hindurch fahren kann. Es erfordert eine entsprechende Führung durch seitliche Schienen, um das Pendeln bei der Bewegung zu vermeiden. Zur Reduzierung der notwendigen Antriebskräfte wird das hohe Torgewicht durch entsprechende Gegengewichte ausgeglichen.
Die systembedingten hohen Aufbauten eines Hubtors verändern stark das Landschaftsbild und bilden im Flachland eine Landmarke. Daher erfordern sie architektonisch eine sorgfältige Gestaltung. Sie sind bei unsicherem Baugrund wie beispielsweise in Bergsenkungsgebieten oder zu weichem Untergrund eine gute Option und kamen häufig im Westdeutschen Kanalnetz zum Einsatz.
Aufbau und Funktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Hubtor[1] einer Schleuse besteht aus einer ebenen Tafel, die über das Lichtraumprofil hinaus angehoben wird. Es erfordert eine entsprechende Führung durch Schienen, häufig durch sein Gewicht auch entsprechende Gegengewichte. Durch diese hohen Aufbauten wird es heute als oberes Tor nur noch sehr selten verwendet, um eine starke Veränderung der Landschaft zu vermeiden.
Trivia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Besonderheit von Hubtoren meist älterer Bauart ist ein langes Nachlaufen von Wasser aus der Torkonstruktion und eine daraus resultierende Unbeliebtheit bei den Binnenschiffern und Sportbootfreunden. Aus diesem Grund wird inzwischen öfters mittels baulicher Maßnahmen dafür gesorgt, dass das Wasser zur Seite abfließt. Ein Beispiel dafür ist in dem Video der Schachtschleuse Minden unten zu sehen.
Beispiele
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Hubtor der Schleuse Kleinmachnow beim Öffnen (Oberwasser)...
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... geöffnet...
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...und geschlossenes Hubtor, Schleuse gefüllt (Unterwasser)
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Hubtor bei der Öffnung der Schachtschleuse Minden von außen, die Öffnung beginnt in dem Video ab 3:40
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Hubtor bei der Öffnung der Schachtschleuse Minden von innen
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Leere Schleusenkammer der Schleuse Wanne-Eickel, Unterwasser-Hubtor geschlossen
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Hubtor mit geöffneten Wasserdurchlässen
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Massives Bockgerüst an der Schleuse Meiderich
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Hubtore der Schleuse an der Staustufe Geesthacht
Weitere Typen von Schleusentoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stemmtor aus zwei Flügeln mit senkrechter Drehachse.
- Klapptor als einflügeliges Schleusentor mit waagerechter, am Schleusenkammerboden angebrachter Drehachse.
- Schiebetor als einteilige, in waagerechter Richtung bewegliche Tafel.
- Segmenttor als um eine horizontale Achse drehbarer Staukörper mit kreiszylindrischer Torhaut.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Otto Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Band 7: Papierfärberei bis Schwefelsäure. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, Leipzig, 2., vollständig neu bearbeitete Aufl. 1909, S. 721–723.
- Hans Dehnert: Schleusen und Hebewerke. Springer-Verlag, Berlin 1954.