Holthorst
Holthorst ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwanewede im Landkreis Osterholz in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1908 eine eigenständige Gemeinde im damaligen Kreis Blumenthal der preußischen Provinz Hannover. Innerhalb von Schwanewede gehört Holthorst zur Ortschaft Leuchtenberg.
Holthorst Gemeinde Schwanewede
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|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 11′ N, 8° 40′ O | |
| Fläche: | 4,14 km²[1] | |
| Eingemeindung: | 1. April 1908 | |
| Eingemeindet nach: | Lesum | |
| Postleitzahl: | 26159 | |
| Vorwahl: | 04493 | |
Lage von Holthorst in Niedersachsen
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Holthorst ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwanewede im Landkreis Osterholz in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1908 eine eigenständige Gemeinde im damaligen Kreis Blumenthal der preußischen Provinz Hannover. Innerhalb von Schwanewede gehört Holthorst zur Ortschaft Leuchtenberg.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das kleine Straßendorf Holthorst liegt am Holthorster Weg im äußersten Südosten der Gemeinde Schwanewede. Etwas nördlich des Straßendorf fließt die Schönebecker Aue von Nordosten nach Südwesten.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Holthorst gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Herzogtum Bremen im Kurfürstentum Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie (Bürgermeisterei) Lesum im Departement der Wesermündung.[2] 1814 kam Holthorst zum Königreich Hannover und gehörte dort zunächst zum Gericht Lesum-Schönebeck, dann ab 1852 zum Amt Lesum und ab 1859 zum Amt Blumenthal. 1867 fiel die Gemeinde Holthorst mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Kreis Blumenthal. Am 1. April 1908 wurde Holthorst in die Gemeinde Lesum eingegliedert, die seit 1932 zum Landkreis Osterholz gehörte.[3] Am 1. Juni 1936 wurde Holthorst aus Lesum in die Gemeinde Leuchtenburg umgegliedert.[4]
Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Leuchtenburg mitsamt Holthorst am 1. März 1974 in die Gemeinde Schwanewede eingegliedert.[5]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1845 | 78 | [6] |
| 1871 | 88 | [7] |
| 1885 | 74 | [8] |
| 1895 | 81 | [9] |
| 1905 | 71 | [1] |
Bodendenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Süden des ehemaligen Gemeindegebiets sind zwei Grabhügel geschützte Bodendenkmale.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Volkszählung 1905
- ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 106 (google.de).
- ↑ Amtsblatt der Regierung Stade 1908, S. 45
- ↑ Amtsblatt der Regierung Stade 1936, S. 80
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 150 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Volkszählung 1895
