Helmut Majewski
Helmut Majewski (* 20. September 1909 in Września (Wireschen) bei Posen; † 22. April 1995 in Wilhelmshaven) war ein deutscher Musikfunktionär (1938–1945), Komponist und Musiklehrer. Majewski legte 1933 in Berlin die Prüfung für das künstlerische Lehramt als Organist und Chordirigent ab. 1935/36 war er Musikreferent beim Volksbühnenbund. 1937 wurde er Mitglied der NSDAP. 1938 wurde Majewski Reichsinspekteur für die Musikeinheiten der Hitlerjugend in der Reichsjugendführung, später auch HJ-Bannführer. Majewski war von Jugend auf mit Wolfgang Stumme befreundet, beide kannten sich daher schon aus der Aufbauzeit in der Hitlerjugend. Majewski komponierte vor allem Bläsermusik für Musikzüge (Spielmannszüge) der Hitlerjugend und veröffentlichte für die Fanfarenzüge des „Jungvolks“ eine einheitliche Ausbildungsvorschrift. Durch seine Tätigkeit als Musikreferent des Gebietes „Mittelland“ besaß Majewski viel Berufserfahrung. Nach 1945 schlug Majewski sich zunächst als Gelegenheitsarbeiter und Unterhaltungsmusiker durch. Von 1950 bis 1973 war er Studienrat für Musik an der Max-Planck-Schule in Wilhelmshaven. Er publizierte Musikeditionen und -bearbeitungen u. a. in den Verlagen Merseburger und Heinrichshofen und Florian Noetzel. Majewski hatte mit seiner Frau drei Kinder, darunter den Humangenetiker Frank Majewski. Zu seinen Enkeltöchtern gehört die Künstlerin Antje Majewski (* 1968).
Helmut Majewski (* 20. September 1909 in Września (Wireschen) bei Posen; † 22. April 1995 in Wilhelmshaven) war ein deutscher Musikfunktionär (1938–1945), Komponist und Musiklehrer.
Majewski legte 1933 in Berlin die Prüfung für das künstlerische Lehramt als Organist und Chordirigent ab. 1935/36 war er Musikreferent beim Volksbühnenbund. 1937 wurde er Mitglied der NSDAP. 1938 wurde Majewski Reichsinspekteur für die Musikeinheiten der Hitlerjugend in der Reichsjugendführung, später auch HJ-Bannführer.
Majewski war von Jugend auf mit Wolfgang Stumme befreundet, beide kannten sich daher schon aus der Aufbauzeit in der Hitlerjugend. Majewski komponierte vor allem Bläsermusik für Musikzüge (Spielmannszüge) der Hitlerjugend und veröffentlichte für die Fanfarenzüge des „Jungvolks“ eine einheitliche Ausbildungsvorschrift. Durch seine Tätigkeit als Musikreferent des Gebietes „Mittelland“ besaß Majewski viel Berufserfahrung.
Nach 1945 schlug Majewski sich zunächst als Gelegenheitsarbeiter und Unterhaltungsmusiker durch. Von 1950 bis 1973 war er Studienrat für Musik an der Max-Planck-Schule in Wilhelmshaven. Er publizierte Musikeditionen und -bearbeitungen u. a. in den Verlagen Merseburger und Heinrichshofen und Florian Noetzel.
Majewski hatte mit seiner Frau drei Kinder, darunter den Humangenetiker Frank Majewski. Zu seinen Enkeltöchtern gehört die Künstlerin Antje Majewski (* 1968).
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Fanfarenzug. Ein Fanfarenschulungswerk mit Fanfarenmusiken und Spielanweisungen (Berlin 1935)
- Das Fähnlein der Schwarzen Knechte, Deutsche Landknechtskantate (Dichtung: Eugen Frieder Barthelmäs) (Leipzig 1936)
- Neugestaltung deutscher Blasmusik, in: W. Stumme: Musik im Volk (Wiesbaden 1939)
- Der Fanfarenzug. Musik für Fanfaren und Landsknechttrommeln (Berlin 1939)
- Die Musikarbeit der Hitler-Jugend im Kriege, in: Musik in Jugend und Volk (1941)
- Gustav Schlüter: Zapfenstreich der Hitler-Jugend, in: Musik in Jugend und Volk (1941), S. 210–211
- Wir spielen Blockflöte; Wilhelmshaven 1971
- Lass' doch der Jugend ihren Lauf. 18 Liedsätze für Blasinstrument (Blockflöte (S, A), Querflöte, Oboe, Klarinette in B), Streicher und Klavier ad libitum in Sätzen von Helmut Majewski
- Weihnachtsweisen. 20 Weihnachtslieder in vierstimmigem Streichersatz (statt Viola auch Violine III), Klavier ad lib., 2 Violinen, Viola, Violoncello; Klavier ad lib. (20 bekannte Weihnachtslieder, arrangiert für Streichinstrumente mit Klavier, Tonarten kind- und spielerfreundlich gewählt.)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Niedersächsische Bibliographie
- Joseph Wulf: Musik im Dritten Reich; Gütersloh 1963
- Reiner Sieb: Der Zugriff der NSDAP auf die Musik
- Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musik 1933–1945, (2009)
- Michael Buddrus: Totale Erziehung für den totalen Krieg. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11615-2, Bd. 2, S. 1183.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Majewski, Helmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Musikfunktionär und Musiker |
| GEBURTSDATUM | 20. September 1909 |
| GEBURTSORT | Września (Wireschen) bei Posen |
| STERBEDATUM | 22. April 1995 |
| STERBEORT | Wilhelmshaven |