HateAid
HateAid (von englisch hate ‚Hass‘ und aid ‚Hilfe‘) ist eine gemeinnützige GmbH zur Beratung und Unterstützung von Betroffenen von Online-Hassrede und Hasskommentaren mit Sitz in Berlin. Sie wurde im Jahr 2018 von den Nichtregierungsorganisationen Campact und Fearless Democracy zusammen mit Anna-Lena von Hodenberg ins Leben gerufen und wird von Hodenberg sowie Josephine Ballon geführt. Ihrem Selbstverständnis nach bzw. laut Gesellschaftsvertrag ist die Organisation unabhängig und überparteilich, setzt sich für Menschenrechte im Netz ein und klärt über gesamtgesellschaftliche Gefahren im digitalen Raum für Demokratie und Meinungsfreiheit auf.
| HateAid (HateAid) | |
|---|---|
| Rechtsform | gemeinnützige GmbH |
| Gründung | 11. Dezember 2018 |
| Sitz | Berlin |
| Zweck | Stärkung von Menschenrechten im digitalen Raum |
| Schwerpunkt | Einsatz gegen Hassrede im Internet |
| Methode | Beratung, Prozesskostenfinanzierung, Rechtsdurchsetzung, Gesetzesvorschläge, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Advocacy |
| Aktionsraum | DACH, EU |
| Geschäftsführung | Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon |
| Eigentümer | Campact e. V. (33,32 %), Anna-Lena von Hodenberg (33,34 %), Fearless Democracy e. V. (33,34 %) |
| Umsatz | 5,773,736 Euro (2024) |
| Beschäftigte | 54 (2025) |
| Website | www.hateaid.org |
HateAid (von englisch hate ‚Hass‘ und aid ‚Hilfe‘) ist eine gemeinnützige GmbH zur Beratung und Unterstützung von Betroffenen von Online-Hassrede und Hasskommentaren mit Sitz in Berlin. Sie wurde im Jahr 2018 von den Nichtregierungsorganisationen Campact und Fearless Democracy zusammen mit Anna-Lena von Hodenberg ins Leben gerufen[1] und wird von Hodenberg sowie Josephine Ballon geführt. Ihrem Selbstverständnis nach bzw. laut Gesellschaftsvertrag ist die Organisation unabhängig und überparteilich, setzt sich für Menschenrechte im Netz ein und klärt über gesamtgesellschaftliche Gefahren im digitalen Raum für Demokratie und Meinungsfreiheit auf.
Ziele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]HateAid ist eine gemeinnützige Organisation für Menschenrechte im Netz. Mit der Sensibilisierung von Politik und Gesellschaft für digitale Gewalt will HateAid demokratische Grundwerte stärken. Die Organisation bietet von digitaler Gewalt Betroffenen bei Hasskommentaren[2][3][4] und anderen Formen stabilisierende und aufbauende Beratungen sowie gegebenenfalls Prozesskostenübernahme an.[5] Über einen Fonds zu deren Finanzierung führt sie Zivilprozesse gegen digitale Straftaten. Durch die erstrittenen Schadensersatzansprüche sowie Spenden möchte sie weitere Prozesse gestalten.[2] HateAid ist es wichtig, die Rahmenbedingungen von Betroffenen langfristig zu verbessern.[6]
HateAid ist im Lobbyregister für die Interessenvertretung gegenüber dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung eingetragen und nimmt wie andere akkreditierte Nichtregierungsorganisationen Einfluss auf das Gesetzgebungsverfahren, indem Gutachten und Stellungnahmen an Fraktionen, Gruppen und Abgeordnete gesendet werden. Bislang (Stand Ende 2025) war dies in 23 konkreten Regelungsvorhaben der Fall.[7]
Auch auf europäischer Gesetzgebungsebene ist HateAid als Lobbyorganisation registriert mit einem beim Europäischen Parlament akkreditierten Vertreter.[8]
Seit 2022 gehört die Website Dickstinction.com zur HateAid gGmbH, die Betroffene unterstützt, ungewollte Penisbilder zur Anzeige zu bringen.[9]
Im Juni 2025 wurde die HateAid gGmbH von der Bundesnetzagentur zum Trusted Flagger, also zur vertrauenswürdigen Hinweisgeberin, ernannt. Damit unterstützt die Organisation mit ihrer Expertise in digitalem Recht dabei, dass der Digital Services Act von den Plattformen wirklich umgesetzt wird.[10]
Mandanten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu den ersten Betroffenen, die durch HateAid vertreten wurden, zählte die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer. Im Rahmen der Prozesskostenfinanzierung von HateAid bekam sie 2021 vor dem Landgericht Frankfurt eine Entschädigungszahlung von 6000 Euro zugesprochen, nachdem Akif Pirinçci sie auf Facebook sexistisch und erniedrigend angegriffen hatte.[11] Das Geld floss zurück in den solidarischen Fonds für Betroffene digitaler Gewalt.
Im Juli 2019 wurde Renate Künast vor dem Landgericht Berlin durch HateAid vertreten, um von Facebook die Herausgabe von Nutzerdaten zu erwirken. Ziel war es, die Identität der Urheber mutmaßlich strafbarer Hasskommentare zu ermitteln, um anschließend Strafanzeige stellen zu können.[12] Der Antrag wurde im September 2019 abgewiesen.[13] Nach einer Beschwerde Künasts beim Kammergericht Berlin änderte das Landgericht sein Urteil dahingehend ab, dass sechs der 22 Kommentare als Beleidigungen eingestuft wurden.[14] Im Oktober 2022 schätzte das Bundesverfassungsgericht auch die restlichen Kommentare als Beleidigungen nach § 185 StGB ein.[15] Das Kammergericht Berlin erkannte im November 2022 alle 22 Kommentare als Straftat an.[16]
Am 27. April 2021 unterstützte HateAid die Klage von Renate Künast gegen Facebook zur Löschung illegaler Inhalte am Beispiel eines verleumdenden Memes. Es handelte sich dabei um den ersten Grundsatzprozess gegen eine Plattform in dieser Form.[17] In erster und zweiter Instanz wurde geklärt, dass Facebook identische und kerngleiche Memes selbst gezielt suchen und löschen muss.
Auch die Kulturwissenschaftlerin Madita Oeming fand Unterstützung bei HateAid: Im August 2019 hatte sie per Twitter darüber informiert, dass sie von der FU Berlin einen Lehrauftrag erhalten hatte und ein Seminar mit dem Titel Porn in the USA geben werde. Ein Retweet mit abschätzigem Kommentar durch Beatrix von Storch wurde von 250.000 Nutzern gesehen, und Oeming erlebte einen intensiven Shitstorm.[18]
Gemeinsam mit der jüdischen Studierendenorganisation European Union of Jewish Students hat HateAid am 24. Januar 2023 Klage vor dem Landgericht Berlin gegen X (damals Twitter) eingereicht. Gegenstand der Klage gegen strafbare, antisemitische und volksverhetzende Tweets ist auch die Holocaustleugnung.[19] X hatte auf Nichtzuständigkeit der deutschen Justiz plädiert. Das Gericht folgte dieser Argumentation; HateAid legte Berufung ein. Mit Urteil vom 10. Juli 2025 wies das Kammergericht Berlin die Berufung ab.[20]
Igor Levit,[21] Nicole Diekmann,[22] Louisa Dellert,[23] Gollaleh Ahmadi[24] und die Elevator Boys[25] sind weitere Klienten, die öffentlich dazu sprechen.
Im Jahr 2024 hat das Team von HateAid 1877 Betroffene in 7688 Vorfällen betreut und 326 Strafanzeigen finanziert sowie 143 Abmahnungen und 49 Zivilklagen.[26]
Finanzierung
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Die Gründung von HateAid wurde von der Robert Bosch Stiftung unterstützt.[27]
Im Jahr 2024 bestand die Finanzierung aus privaten (58,3 %) und öffentlichen Förderungen (25,2 %), freien Spenden (13,2 %) und sonstigen Einkünften wie Geldauflagen (3,3 %).[28] Die größten Förderungen kamen 2024 von der Alfred Landecker Foundation, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium der Justiz.[28]
Für das Jahr 2025 sind im Bundeshaushalt, Einzelplan 07 für das Justizministerium, 600.000 Euro als Zuschuss an HateAid eingestellt.[29] Über das Förderprogramm Demokratie leben des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhält HateAid im selben Jahr weitere 424.823 Euro aus Bundesmitteln für die Beteiligung an dem Projekt „toneshift - Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation“.[30]
HateAid wird auch von bekannten Förderern unterstützt: So spendeten die Journalisten der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung, Boris Herrmann und Nico Fried, ihr Preisgeld vom Erhalt des Medienpreises des Deutschen Bundestages,[31] und Rechtsanwalt Chan-jo Jun spendete sein Preisgeld des Max-Dortu-Preises für Zivilcourage und gelebte Demokratie der Landeshauptstadt Potsdam.[32]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]HateAid ist Trägerin der Theodor-Heuss-Medaille 2023,[33] des Rothenburger Preises für Erinnerung und Zukunft,[34] des Wertepreises für Demokratie der Werte-Stiftung[35] und des For.Net Awards der Technischen Universität München.[36]
Sanktionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die beiden Leiterinnen von HateAid wurden im Dezember 2025 vom Außenministerium der Vereinigten Staaten sanktioniert: Sie dürfen nicht mehr in die USA einreisen.[37] Hintergrund der Maßnahme ist der seit Monaten eskalierende politische Konflikt zwischen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump und der Europäischen Union über die Regulierung großer Online-Plattformen.[38] Die US-Regierung wirft europäischen Akteuren vor, unter dem Vorwand der Bekämpfung von Hassrede die Redefreiheit einzuschränken.[39]
Konkret begründeten die USA die Einreiseverbote mit dem „Schutz der Meinungsfreiheit“ und stellten die Arbeit von HateAid und die EU-Regulierung – insbesondere den Digital Services Act (DSA) – als Zensur dar.[40][41][42] Dagegen wendet sich eine Petition von WeAct mit vier Forderungen an die Bundesregierung unter Friedrich Merz.[43]
Film und Dokumentation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ZDF-Dokumentation „Hass im Netz: Eine bessere Welt – Die Doku“[44] thematisiert reale Bedrohungen und Gewalt in Online-Medien sowie die Arbeit von HateAid.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ HateAid: Initiative will Opfern von Hass im Netz helfen. In: Spiegel Online. 4. Juli 2019, abgerufen am 4. Juli 2019.
- ↑ a b Hass im Internet: HateAid klagt für Mobbingopfer. In: tagesschau.de. Archiviert vom am 4. Juli 2019; abgerufen am 4. Juli 2019.
- ↑ Hass im Netz – Neue Initiative „HateAid“ unterstützt Opfer. In: deutschlandfunk.de. 4. Juli 2019, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juli 2019; abgerufen am 4. Juli 2019.
- ↑ HateAid. In: das-nettz.de. Abgerufen am 4. Juli 2019.
- ↑ „HateAid“ gegen Hasskommentare. In: www.evangelisch.de. 4. Juli 2019, abgerufen am 10. Juli 2019.
- ↑ Erfolge gegen Hass im Netz. In: HateAid. Abgerufen am 9. Mai 2023 (deutsch).
- ↑ Registereintrag HateAid gGmbH. Abgerufen am 24. Dezember 2025.
- ↑ HateAid gGmbH. In: LobbyFacts. Abgerufen am 28. Dezember 2025.
- ↑ Chris Köver: Dickpics: Anzeige in fünf Minuten. Netzpolitik.org, 17. Juli 2020, abgerufen am 27. März 2023 (deutsch).
- ↑ Trusted Flagger. Abgerufen am 1. Juli 2025.
- ↑ Luisa Neubauer erzielt Erfolg gegen rechten Autor. In: Spiegel Online, 3. Dezember 2021. Abgerufen am 3. Dezember 2021.
- ↑ Verena Mayer: Hass im Netz: Was kann man gegen Hetze tun? In: Süddeutsche Zeitung. 25. September 2019, abgerufen am 28. September 2019.
- ↑ Wolfgang Janisch: Künast-Urteil: Manchmal ist Hass einfach Hass. In: Süddeutsche Zeitung. 21. September 2019, abgerufen am 28. September 2019.
- ↑ Gericht stuft „Stück Scheisse“ nun doch als beleidigend ein. rbb24, 21. Januar 2020, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2020; abgerufen am 24. Oktober 2020.
- ↑ Bundesverfassungsgericht: Künast verbucht Erfolg im Facebook-Verfahren. In: HateAid GmbH. HateAid, 8. November 2022, abgerufen am 27. März 2023 (deutsch).
- ↑ rbb24: Berliner Gericht gibt Künast nach Hasskommentaren im Netz Recht. Abgerufen am 27. März 2023.
- ↑ HateAid realisiert Grundsatzprozess gegen Facebook. (PDF) HateAid, abgerufen am 19. Mai 2021.
- ↑ Jan Heidtmann: Hilfe gegen die Hasser. In: Süddeutsche Zeitung. 3. März 2020, abgerufen am 24. Oktober 2020.
- ↑ Zentralrat der Juden in Deutschland. In: Klage gegen Twitter von hateAid und EUJS. 25. Januar 2023, abgerufen am 27. März 2023.
- ↑ Pressemitteilung des Gerichts vom 11. Juli 2025
- ↑ Teilerfolg für Igor Levit. Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R, 16. Januar 2021, abgerufen am 19. Mai 2021.
- ↑ Christopher redet mit Nicole Diekmann über Journalismus, Social Media und Hass im Netz. In: Christopher Lauer. Abgerufen am 19. Mai 2021 (deutsch).
- ↑ Benjamin Braden, Rachelle Pouplier, Thies Schnack: Influencerin Louisa Dellert über Hate Speech: »Ich hab' viel geweint«. In: Der Spiegel. 25. April 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 27. März 2023]).
- ↑ Gollaleh Ahmadi über Hass gegen Frauen und Engagement – HateAid. In: Hate Aid. 20. April 2021, abgerufen am 19. Mai 2021 (deutsch).
- ↑ Elevator Boys über Hass im Netz: Wir haben es auch erlebt, wir kennen das Gefühl. 3. Oktober 2022, abgerufen am 27. März 2023.
- ↑ Tätigkeitsbericht 2024. In: HateAid. Abgerufen am 6. August 2025 (deutsch).
- ↑ Alexandra Wolters: „Wer bist du auf der digitalen Bühne?“ bosch-stiftung.de vom April 2019, abgerufen am 5. März 2020
- ↑ a b Transparenzbericht. In: HateAid. Abgerufen am 30. Dezember 2024 (deutsch).
- ↑ Bundeshaushaltsplan 2025 – Einzelplan 07 – Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. (PDF; 2,04 MB) S. 7, abgerufen am 25. Dezember 2025.
- ↑ Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Informationen zur Förderung aller Projekte für das Förderjahr 2025. (PDF; 746 KB) S. 27, abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Medienpreis des Deutschen Bundestags mit Juror Rainer Meyer: Preisträger spenden an Hate Aid. In: Der Spiegel. Abgerufen am 19. Mai 2021.
- ↑ Max-Dortu-Preis für Zivilcourage | Potsdam ehrt Anwalt für Kampf gegen Hass im Netz, Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), abgerufen am 15. Mai 2023
- ↑ Der Preis: Theodor Heuss Stiftung. theodor heuss stiftung, abgerufen am 31. Mai 2023.
- ↑ Johannes Stephens: Rotenburger Preis für Erinnerung und Zukunft 2025. In: Diakonissen-Mutterhaus. 2. April 2025, abgerufen am 1. Juli 2025.
- ↑ Werte-Preise 2025 – Werte-Stiftung. Abgerufen am 1. Juli 2025.
- ↑ For..Net Award 2025 geht an HateAid gGmbH – Engagement gegen digitale Gewalt ausgezeichnet – TUM Center for Digital Public Services. 22. April 2025, abgerufen am 1. Juli 2025.
- ↑ Mathias Peer, AFP: US-Außenministerium: USA sanktionieren Führung von deutscher Organisation HateAid. In: Die Zeit. 24. Dezember 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 24. Dezember 2025]).
- ↑ USA erwägen offenbar Sanktionen wegen EU-Digitalgesetzes. In: Handelsblatt. Abgerufen am 24. Dezember 2025.
- ↑ Luis Kumpfmüller, Reuters, AP, dpa: USA: US-Regierung kritisiert europäischen Digital Services Act. In: Die Zeit. 3. März 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 24. Dezember 2025]).
- ↑ Jennifer Hansler: State Department imposes sanctions on former EU official, disinformation group leaders for ‘censorship’ | CNN Politics. 23. Dezember 2025, abgerufen am 24. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ HateAid: USA sanktionieren Führung von deutscher Organisation. In: Der Spiegel. 24. Dezember 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 24. Dezember 2025]).
- ↑ Tasmin Lockwood: 'Witch hunt': Ex-EU commissioner Breton denounces U.S. visa ban targeting 'censorship'. 24. Dezember 2025, abgerufen am 24. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Petition von WeAct: Solidarität mit HateAid - Angriff der Trump-Regierung stoppen
- ↑ https://www.zdf.de/dokus/hass-im-netz-eine-bessere-welt--die-doku-movie-100