Gradefes

Gradefes ist ein Ort und eine aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (pedanías) bestehende nordspanische Gemeinde mit 882 Einwohnern (Stand: 2025) in der Provinz León in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und León.
| Gemeinde Gradefes | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | León | |
| Comarca: | Tierras de León | |
| Gerichtsbezirk: | León | |
| Koordinaten: | 42° 37′ N, 5° 14′ W | |
| Höhe: | 851 msnm[1] | |
| Fläche: | 205,86 km²[2] | |
| Einwohner: | 882 (Stand: 2025)[3] | |
| Bevölkerungsdichte: | 4 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 24160 | |
| Gemeindenummer (INE): | 24079 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Amador Aller Coque | |
| Website: | www.aytoriano.es | |
| Lage des Ortes | ||
Gradefes ist ein Ort und eine aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (pedanías) bestehende nordspanische Gemeinde mit 882 Einwohnern (Stand: 2025) in der Provinz León in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und León.
Lage und Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gradefes liegt am Mittellauf des Río Esla in einer Höhe von ca. 850 m; die Provinzhauptstadt León ist etwa 38 km (Fahrtstrecke) in westlicher Richtung entfernt. Das Klima im Winter ist rau, im Sommer dagegen eher trocken und warm; Regen (ca. 590 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[4]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2017 |
| Einwohner | 3.765 | 4.307 | 4.383 | 1.342 | 966[5] |
Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben haben eine Landflucht ausgelöst, wodurch die Bevölkerung der Gemeinde seit der Mitte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich gesunken ist.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gradefes war jahrhundertelang eine Landgemeinde, deren Bewohner sich selbst mit Nahrungsmitteln versorgten; lediglich Butter und Käse konnten auf Märkten von León verkauft werden, was jedoch mit zeitraubenden Anfahrts- und Rückfahrtswegen verbunden war. Erst mit der Entwicklung der Infrastruktur im 20. Jahrhundert verbesserte sich die Situation. Seit den 1970er Jahren ist der Tourismus von größerer Bedeutung; mehrere Häuser werden als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gradefes und sein Umland wurden bereits im 9./10. Jahrhundert aus den Händen der Mauren zurückerobert (reconquista) und von Christen aus dem Norden und Süden der Iberischen Halbinsel besiedelt (repoblación); letztere wurden Mozaraber genannt.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gradefes
- Am nordöstlichen Ortsrand von Gradefes liegt das in den 1160er Jahren im romanischen Stil erbaute Zisterzienserinnen-Kloster Santa María la Real. Kirche, Kreuzgang (claustro) und Kapitelsaal (sala capitular) gehören zu den schönsten ihrer Art im spanischen Mittelalter.[6]
- Villarmún
- Die Dorfkirche von Villarmún hat einen zweigeteilten Glockengiebel (espadaña) und ein von einer Vorhalle (portico) geschütztes Portal auf der Südseite.
- Valdealcón
- Die Kirche von Valdealcón hat einen Glockengiebel und eine erhöhte Apsis.
- Garfín
- Die Kirche von Garfín stammt aus dem 15./16. Jahrhundert. Sie hat einen Glockenturm und eine Südvorhalle.
- Eslonza
- Das ehemalige Monasterio de San Pedro liegt in Ruinen.
- San Miguel de Escalada
- Die ehemalige Klosterkirche San Miguel de Escalada ist das bedeutendste Denkmal der mozarabischen Architektur in ganz Spanien.
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Chor von Santa María la Real
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dto.
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Kirche von Villarmún
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Kirche von Garfín
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Kloster San Pedro de Eslonza
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
- ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
- ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
- ↑ Gradefes – Klimatabellen
- ↑ Gradefes – Bevölkerungsentwicklung
- ↑ Gradefes – Santa María la Real


