Gerania
Gerania (griechisch Γεράνεια; alternative Transkription Geraneia) ist eine Bergkette in Griechenland zwischen Attika und dem Peloponnes auf dem Isthmus von Korinth. In der Antike wurde es Oneische Berge oder Oneion genannt. Der Name Gerania soll dem Historiker Pausanias nach von dem griechischen Wort für Kranich „geranos“ (γερανός) abstammen. Die Bergkette hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 5 km und eine West-Ost-Ausdehnung von 15 bis 20 km. Die Gerania-Bergkette erstreckt sich bis unmittelbar an den Golf von Korinth, vom Saronischen Golf ist sie etwas abgesetzt, mit Ausnahme des als Kakia Skala bezeichneten Teils, der unmittelbar an den saronischen Golf heranreicht. Am südwestlichen Fuß des Berges liegt die Stadt Loutraki, in etwas größerer Entfernung südwestlich die Stadt Korinth; östlich der Gerania-Bergkette liegt die Stadt Megara. Die Gerania-Bergkette verteilt sich auf die Gebiete der Gemeinden Megara und Loutraki-Perachora-Agii Theodori. Die Gerania-Bergkette weist im Süden, Norden und Westen eine Vegetation mit Wald bis zu einer Höhe zwischen 900 und 1000 m auf. Im Nordwesten findet sich vorwiegend Gras- und Buschland. Die zentralen Anteile sowie auch die Kakia Skala sind vegetationsarm. Der höchste Gipfel der Bergkette ist mit 1.369 Metern der Makryplagi (Μακρυπλάγι). Die Berge bestehen vorwiegend aus Flysch und Kalkstein. Unter dem Namen Ori Geraneia ist die Bergkette seit 1995 als Natura 2000 Schutzgebiet mit der Nummer GR2530005 ausgewiesen. Dort leben zahlreiche kleine Säugetiere wie Füchse, Schakale und Hasen. Außerdem weist das Gebiet auch eine Vielzahl von Pflanzen auf, darunter Kermeseichen, Platanen und Myrten. Zu den sehr gefährdeten Pflanzen Griechenlands gehört die aus der Gattung der Flockenblumen stammende Centaurea megarensis, die nur dort wächst. Im Sommer 2021 wurden im Norden der Bergkette bei Alepochori durch ein großes Feuer 5200 Quadratmeter des Waldes zerstört.
| Gerania (Γεράνεια) | ||
|---|---|---|
| Blick von Korinth auf die Gerania-Bergkette | ||
| Höhe | 1351 m | |
| Lage | Südwesten Attikas/Nordosten Korinthias, Griechenland | |
| Gebirge | Gerania-Gebirge | |
| Koordinaten | 38° 1′ 15″ N, 23° 23′ 8″ O | |
|
| ||
Gerania (griechisch Γεράνεια; alternative Transkription Geraneia) ist eine Bergkette in Griechenland zwischen Attika und dem Peloponnes auf dem Isthmus von Korinth. In der Antike wurde es Oneische Berge oder Oneion genannt. Der Name Gerania soll dem Historiker Pausanias nach von dem griechischen Wort für Kranich „geranos“ (γερανός) abstammen.[1]
Die Bergkette hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 5 km und eine West-Ost-Ausdehnung von 15 bis 20 km. Die Gerania-Bergkette erstreckt sich bis unmittelbar an den Golf von Korinth, vom Saronischen Golf ist sie etwas abgesetzt,[1] mit Ausnahme des als Kakia Skala bezeichneten Teils, der unmittelbar an den saronischen Golf heranreicht. Am südwestlichen Fuß des Berges liegt die Stadt Loutraki, in etwas größerer Entfernung südwestlich die Stadt Korinth; östlich der Gerania-Bergkette liegt die Stadt Megara.[2] Die Gerania-Bergkette verteilt sich auf die Gebiete der Gemeinden Megara und Loutraki-Perachora-Agii Theodori.
Die Gerania-Bergkette weist im Süden, Norden und Westen eine Vegetation mit Wald bis zu einer Höhe zwischen 900 und 1000 m auf. Im Nordwesten findet sich vorwiegend Gras- und Buschland. Die zentralen Anteile sowie auch die Kakia Skala sind vegetationsarm. Der höchste Gipfel der Bergkette ist mit 1.369 Metern der Makryplagi (Μακρυπλάγι).[2] Die Berge bestehen vorwiegend aus Flysch und Kalkstein.[3]
Unter dem Namen Ori Geraneia ist die Bergkette seit 1995 als Natura 2000 Schutzgebiet mit der Nummer GR2530005 ausgewiesen.[4] Dort leben zahlreiche kleine Säugetiere wie Füchse, Schakale und Hasen. Außerdem weist das Gebiet auch eine Vielzahl von Pflanzen auf, darunter Kermeseichen, Platanen und Myrten.[5] Zu den sehr gefährdeten Pflanzen Griechenlands gehört die aus der Gattung der Flockenblumen stammende Centaurea megarensis, die nur dort wächst.[3]
Im Sommer 2021 wurden im Norden der Bergkette bei Alepochori durch ein großes Feuer 5200 Quadratmeter des Waldes zerstört.[6]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ernst Meyer: Oneion 2. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XVIII,1, Stuttgart 1939, Sp. 440.
- Ernst Meyer: Oneion 2. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 4, Stuttgart 1972, Sp. 302.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Γεράνεια Όρη. 17. April 2018, abgerufen am 27. März 2026 (griechisch).
- ↑ a b Γεράνεια Όροι. Abgerufen am 29. März 2026 (englisch).
- ↑ a b Geraneia Mountains (GR2530005). In: Visit Attica. Abgerufen am 29. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Όρη Γεράνεια (GR2530005). In: Βοτανική. 9. Januar 2019, abgerufen am 27. März 2026 (griechisch).
- ↑ Fivos Tsaravopoulos: Απίστευτη θέα από τα Γεράνεια Όρη. In: Paths of Greece. 16. März 2013, abgerufen am 29. März 2026 (griechisch).
- ↑ Γεράνεια Όρη: Η σημαντικότερη δασική πυρκαγιά της 10ετίας και στις μεγαλύτερες της 20ετίας (βίντεο). 24. Mai 2021, abgerufen am 29. März 2026 (griechisch).
