Freiday
Freiday (Eigenschreibweise: FREI DAY) ist ein in Deutschland entwickeltes schulisches Lernformat, das projektbasiertes Lernen mit gesellschaftlichem und ökologischem Engagement verbindet. Schüler bearbeiten dabei selbstgewählte Fragestellungen aus ihrem sozialen Umfeld und setzen eigenständige Projekte außerhalb des klassischen Fachunterrichts um. Das Konzept wird seit den späten 2010er-Jahren an zahlreichen Schulen in Deutschland erprobt und umgesetzt.
Freiday (Eigenschreibweise: FREI DAY) ist ein in Deutschland entwickeltes schulisches Lernformat, das projektbasiertes Lernen mit gesellschaftlichem und ökologischem Engagement verbindet. Schüler bearbeiten dabei selbstgewählte Fragestellungen aus ihrem sozialen Umfeld und setzen eigenständige Projekte außerhalb des klassischen Fachunterrichts um. Das Konzept wird seit den späten 2010er-Jahren an zahlreichen Schulen in Deutschland erprobt und umgesetzt.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Konzept wurde von dem Bildungsinnovator Tobias Feitkenhauer initiiert. Nach Angaben der Projektträger wird das Lernformat an mehr als hundert Schulen in Deutschland umgesetzt.[2] Teilnehmende Schulen umfassen sowohl staatliche als auch freie Schulen verschiedener Schulformen.
Konzept und Umsetzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Lernformat sieht vor, dass Schüler regelmäßig – meist an einem festen Wochentag – an selbstorganisierten Projekten arbeiten. Ausgangspunkt sind gesellschaftliche oder ökologische Fragestellungen, etwa zu Themen wie Umwelt, soziale Teilhabe oder Diskriminierung. Die Projektarbeit erfolgt häufig jahrgangsübergreifend in Gruppen und wird von Lehrkräften begleitet, die überwiegend moderierende und beratende Funktionen übernehmen.[3]
Im Unterschied zum regulären Unterricht sind die Projekte in der Regel nicht benotet. Die konkrete Einbindung in die Stundentafel variiert je nach Schule; häufig ersetzt oder ergänzt der Freiday einzelne Unterrichtsstunden oder Fächer. Ziel ist dabei die praktische Auseinandersetzung mit realen Problemstellungen sowie die Zusammenarbeit mit externen Akteurinnen und Akteuren, etwa Vereinen oder kommunalen Einrichtungen.[4]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der bildungspolitischen und pädagogischen Debatte wird der Freiday häufig im Zusammenhang mit projektbasiertem Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung und schulischer Öffnung nach außen diskutiert. Befürwortende Stimmen betonen insbesondere Aspekte der Selbstorganisation und des gesellschaftlichen Engagements von Schülern, während kritisch auf Fragen der curricularen Anschlussfähigkeit, der Leistungsbewertung sowie der Übertragbarkeit auf das Regelschulsystem hingewiesen wird.[5]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Das Lernformat FREI DAY. In: frei-day.org. Abgerufen am 8. Februar 2026.
- ↑ Offizielle Website. Abgerufen am 8. Februar 2026.
- ↑ Wie Schüler eigene soziale Projekte umsetzen. In: Der Spiegel. 3. September 2022, abgerufen am 8. Februar 2026.
- ↑ Gemeinsam für eine saubere Zukunft. In: Freie Evangelische Schule Dresden. Abgerufen am 8. Februar 2026.
- ↑ Wie Schüler eigene soziale Projekte umsetzen. In: Der Spiegel. 3. September 2022, abgerufen am 8. Februar 2026.