FindFace
FindFace ist eine Website, die mittels Gesichtserkennungsalgorithmen heraufgeladene Bilder den Profilbildern von vk.com-Benutzern zuordnet und somit die Personen identifiziert. FindFace ist ein Produkt von NTech Lab Ltd. und wurde von Alexander Kabakov und Artem Kukharenko erstellt. Im MegaFace-Wettbewerb der University of Washington konnte der Algorithmus von FindFace 73 % von einer Million Gesichtern korrekt zuordnen. Laut der Sicherheitsfirma Kaspersky erkennt die Software bei Fotos in guter Qualität neun von zehn Personen. Bekanntheit erhielt FindFace im Jahre 2016 dadurch, dass Benutzer den Dienst auf eine systematische Weise dazu genutzt hatten, um die Identität von Porno-Darstellerinnen und mutmaßlichen Prostituierten zu enthüllen und zu veröffentlichen. Betroffen waren auch Frauen, die bei der russischen Website Intimcity.ru sexuelle Dienstleistungen anboten. Ein Jahr später wurden durch die App Teilnehmer einer Demonstration des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny identifiziert und denunziert. Der Iran nutzt FindFace und hat damit „eine Überwachungsmaschinerie konstruiert, der niemand mehr entkommen kann“. Maschhad, die zweitgrößte Stadt des Landes, erwarb 2022 die Gesichtserkennungssoftware für umgerechnet 64.000 €.
FindFace ist eine Website, die mittels Gesichtserkennungsalgorithmen heraufgeladene Bilder den Profilbildern von vk.com-Benutzern zuordnet und somit die Personen identifiziert.
FindFace ist ein Produkt von NTech Lab Ltd. und wurde von Alexander Kabakov und Artem Kukharenko erstellt. Im MegaFace-Wettbewerb der University of Washington konnte der Algorithmus von FindFace 73 % von einer Million Gesichtern korrekt zuordnen.[1] Laut der Sicherheitsfirma Kaspersky erkennt die Software bei Fotos in guter Qualität neun von zehn Personen.[2]
Bekanntheit erhielt FindFace im Jahre 2016 dadurch, dass Benutzer den Dienst auf eine systematische Weise dazu genutzt hatten, um die Identität von Porno-Darstellerinnen und mutmaßlichen Prostituierten zu enthüllen und zu veröffentlichen. Betroffen waren auch Frauen, die bei der russischen Website Intimcity.ru sexuelle Dienstleistungen anboten.[3] Ein Jahr später wurden durch die App Teilnehmer einer Demonstration des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny identifiziert und denunziert.[4]
Der Iran nutzt FindFace und hat damit „eine Überwachungsmaschinerie konstruiert, der niemand mehr entkommen kann“. Maschhad, die zweitgrößte Stadt des Landes, erwarb 2022 die Gesichtserkennungssoftware für umgerechnet 64.000 €.[5]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Find Face: Gruselige App für Gesichtserkennung, Computer Bild
- Ihr Gesicht kann nicht ausgetauscht werden, Kaspersky Lab
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ben Guarino: Russia’s new FindFace app identifies strangers in a crowd with 70 percent accuracy. In: The Washington Post. 18. Mai 2016, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 9. Mai 2025]).
- ↑ Piotr Heller: FindFace: App mit Gesichtserkennung löst Hype in Russland aus. In: Der Spiegel. 20. Mai 2016, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 9. Mai 2025]).
- ↑ Ars Staff: Facial recognition service becomes a weapon against Russian porn actresses. 26. April 2016, abgerufen am 9. Mai 2025 (englisch).
- ↑ Julian Hans: Wie Russland Demonstranten identifiziert. 12. Juli 2017, abgerufen am 9. Mai 2025.
- ↑ Rechercheverbund #EyesOfIran mit Forbidden Stories und Hannes Munzinger, Frederik Obermaier und Hakan Tanriverdi: Wie die Mullahs ihre Bürger überwachen (siehe Video ab 6:26). 3. März 2026, abgerufen am 3. März 2026.