Elstra, obersorbisch , ist eine Landstadt in der sächsischen Oberlausitz im Landkreis Bautzen. Der Name der Stadt leitet sich von der Schwarzen Elster ab, die südlich der Stadt, nahe dem Ortsteil Kindisch entspringt.
Die eigentliche Stadt hat nur ca. 1.400 Einwohner und gehört damit zu den kleinsten Städten Deutschlands. Durch Eingemeindung der Nachbardörfer in jüngster Zeit beträgt die Einwohnerzahl 2651 (2024).
Die eigentliche Stadt hat nur ca. 1.400 Einwohner und gehört damit zu den kleinsten Städten Deutschlands. Durch Eingemeindung der Nachbardörfer in jüngster Zeit beträgt die Einwohnerzahl 2651 (2024).
Im Jahr 1248 wurde Elstra erstmals urkundlich erwähnt, 1383 bekam der Ort das Stadtrecht verliehen. Der Name der Stadt bedeutet Ort in der Elsteraue.[4]
Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Kriepitz und Ländchen Wohla eingegliedert. Bei der Gemeindereform 1994 wurden die Gemeinden Rauschwitz (mit den Ortsteilen Gödlau und Kindisch) und Prietitz nach Elstra eingemeindet.
Prietitzer Schanze (etwa 4000 Jahre alte bronzezeitliche Burgwallanlage/Fluchtburg im OT Prietitz)
Einheits-Tulpenbaum im Ortsteil Prietitz, Hauptstraße 18a; am 3. Oktober 1990 gepflanzt
Evangelisch-Lutherische St. Michaeliskirche in Elstra. Foto Ostern 2026.Erinnerung an die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges auf dem Kirchhof neben der St. Michaelis-Kirche. Foto Ostern 2026.Malerische waldreiche Landschaft (Schwarzenberg (413 Meter), NSG Hochstein (448 Meter) etc.)
Elstra liegt etwa 5 km von der Anschlussstelle Burkau zur A 4Dresden–Görlitz entfernt.
Es besteht eine Buslinie von Hoyerswerda über Kamenz nach Elstra und weiter nach Bischofswerda.
Der Bahnhof von Elstra lag an der Bahnstrecke Bischofswerda–Kamenz und ist seit 1968 ohne Personenverkehr, 1994 fuhr der letzte Güterzug und 1998 wurde die Strecke endgültig stillgelegt.
Der Flughafen Dresden ist über die Autobahn A4 in ca. 30 Minuten zu erreichen.
Der Flugplatz Kamenz ist ca. 10 km von Elstra entfernt und bietet Rundflüge über die Oberlausitz an.
Verschiedene Gewerke, Dienstleistungsbetriebe und kleine Handwerksbetriebe kennzeichnen die Wirtschaft der Stadt. Hervorzuheben sind die zahlreichen Töpferbetriebe, welche eine lange Tradition besitzen. In den eingemeindeten Gemeinden wird auch viel Landwirtschaft betrieben.
Bergbau wurde und wird durch den Abbau von Granit betrieben.
Das Elstraer Gewerbegebiet im Ortsteil Rauschwitz liegt nahe der Autobahn A4 Ausfahrt Burkau. In Elstra-Rauschwitz unterhält der Automobilzulieferer Linde + Wiemann einen Standort.
Georg Derlitzki (1889–1958), Agrarwissenschaftler, Betriebswirt und Arbeitsökonom, nach Berufsverbot durch die Nazis ansässig im Ortsteil Kindisch, bestattet in Elstra
Cornelius Gurlitt: Elstra. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 35. Heft: Amtshauptmannschaft Kamenz (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1912, S. 24.