D-IX
D-IX war eine experimentelle Droge, welche 1944 vom Pharmakologen Gerhard Orzechowski zur Vergabe an deutsche Soldaten entwickelt wurde. Eine Dosis enthielt 5 mg Oxycodon (Markenname Eukodal, ein schmerzstillendes Opioid), 5 mg Kokain und 3 mg Methamphetamin (Markenname Pervitin). Im Jahr 1944 wurde die experimentelle Droge an Häftlingen des KZ Sachsenhausen für Menschenversuche verwendet. Die Erprobungen erfolgten auf der Schuhprüfstrecke mit einer Pillenpatrouille. Die Droge sollte in großen Mengen an die deutschen Truppen verteilt werden, das Kriegsende kam diesen Plänen jedoch zuvor. Lediglich an einigen Besatzungsmitgliedern der Kleinst-U-Boote Neger und Biber wurde D-IX getestet.
D-IX war eine experimentelle Droge, welche 1944 vom Pharmakologen Gerhard Orzechowski[1] zur Vergabe an deutsche Soldaten entwickelt wurde.
Eine Dosis enthielt 5 mg Oxycodon (Markenname Eukodal, ein schmerzstillendes Opioid), 5 mg Kokain und 3 mg Methamphetamin (Markenname Pervitin).[2] Im Jahr 1944 wurde die experimentelle Droge an Häftlingen des KZ Sachsenhausen für Menschenversuche verwendet.[3] Die Erprobungen erfolgten auf der Schuhprüfstrecke mit einer Pillenpatrouille.[4] Die Droge sollte in großen Mengen an die deutschen Truppen verteilt werden, das Kriegsende kam diesen Plänen jedoch zuvor. Lediglich an einigen Besatzungsmitgliedern der Kleinst-U-Boote Neger und Biber wurde D-IX getestet.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Stephan Burgdorff: Der Zweite Weltkrieg - Wendepunkt der deutschen Geschichte, S. 219, Deutsche Verlags-Anstalt, 2005, ISBN 3-421-05885-7.
- ↑ Spiegel Special 2/2005 - Berauscht in die Schlacht, abgerufen am 5. September 2010.
- ↑ Focus Magazin, Nr. 47, 2002 - Drogen an die Front abgerufen am 5. September 2010.
- ↑ Norman Ohler: Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich. Köln 2015, ISBN 978-3-462-04733-2, S. 258 ff.