Computermodell
Ein Computermodell ist die Abbildung eines Teils der Wirklichkeit (ein Modell) in digitaler, von einem Computer verarbeitbarer Form. Das Modell ist regelmäßig in seiner Komplexität gegenüber der Wirklichkeit stark eingeschränkt und bildet daher nur Teilaspekte der Wirklichkeit ab. Für die Bearbeitung und Verwendung von Computermodellen (Wissenschaftliches Rechnen) gibt es Simulationssoftware, wie z. B. OpenFOAM für kontinuumsmechanische Probleme. In den meisten Fällen ermöglicht die Software sowohl Aspekte der Auswertung als auch der Visualisierung und kann auch Beeinflussung der Wirklichkeit umfassen. Eine Simulation zur Visualisierung verwendet dabei Hilfsmittel aus der Computergrafik.
Ein Computermodell ist die Abbildung eines Teils der Wirklichkeit (ein Modell) in digitaler, von einem Computer verarbeitbarer Form. Das Modell ist regelmäßig in seiner Komplexität gegenüber der Wirklichkeit stark eingeschränkt und bildet daher nur Teilaspekte der Wirklichkeit ab.[1]
Für die Bearbeitung und Verwendung von Computermodellen (Wissenschaftliches Rechnen) gibt es Simulationssoftware, wie z. B. OpenFOAM für kontinuumsmechanische Probleme. In den meisten Fällen ermöglicht die Software sowohl Aspekte der Auswertung als auch der Visualisierung und kann auch Beeinflussung der Wirklichkeit umfassen. Eine Simulation zur Visualisierung verwendet dabei Hilfsmittel aus der Computergrafik.
Anwendungsfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Bearbeitung eines mathematischen Modells mit einem Computer können Probleme mit hoher Komplexität und großer Zahl von Freiheitsgraden ausgewertet werden, z. B. mit Hilfe numerischer Verfahren (Computersimulation). Die Auswertung ist dabei in der Regel trotzdem eine angenäherte Lösung.[2]
In der Architektur können mit einem virtuellen Gebäudemodell zahlreiche grafische Darstellungen (Architekturdarstellungen) erstellt und so das Aussehen eines Gebäudes umfassend vorab beurteilt werden. In den Programmen, die ursprünglich nur für die Darstellung verwendet wurden, wird zusehends Simulationssoftware eingesetzt; so werden an Gebäudemodellen in der Architektur mehr und mehr Gebäudesimulationen vorgenommen z. B. für die Berechnung statischer und dynamischer Belastungssituationen, Massenermittlung oder die Belichtungssituation.[3]
Ein digitaler Zwilling ist die digitale Repräsentanz eines bereits existierenden oder zukünftig erst existierenden Objekts aus der realen Welt. Ein digitaler Zwilling kann Eigenschaften oder das Verhalten des repräsentierten Objekts beschreiben oder beeinflussen sowie dazugehörige Dienste anbieten.[4]
Bekannte und wichtige Beispiele von Computermodellen sind:
- Atmosphärenmodelle als Grundlage der Wettervorhersage
- Klimamodelle zur Vorhersage des Klimawandels
- Agentenbasierte Modelle zur Simulation von sozialen Interaktionen
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hartmut Bossel: Modellbildung und Simulation, Konzepte, Verfahren und Modelle zum Verhalten dynamischer Systeme. Vieweg, 1992
- Thomas Lengauer (Hrsg.): Computermodelle in der Wissenschaft – zwischen Analyse, Vorhersage und Suggestion: Vorträge anlässlich der Jahresversammlung vom 2. bis 4. Oktober 2009 zu Halle (Saale). (= Nova Acta Leopoldina: Abhandlungen der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina < ISSN 0369-5034 >; Neue Folge, Nr. 377) Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8047-2802-8.
- Berechenbares Verhalten: Ob ein Werkstoff versagt oder hält, verraten Computermodelle. / Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (Hrsg.); Sabine Gögelein (Red.). DLR, Köln 2010, OCLC 698591468.
- Owen P. Hall: Computer models for operations management. 2nd ed., Addison-Wesley, Reading, Mass. 1993, ISBN 0-201-53406-1.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Computermodell – Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele. In: DWDS - das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Jens Struckmeier: Mathematische Modellierung und Simulation. (PDF, 245 kB). In: Universität Hamburg Fachbereich Mathematik. 2004, abgerufen am 10. April 2026.
- ↑ BIM Architekturmodell: Digitale Planung für moderne Architektur. In: mb AEC Software GmbH. 2026, abgerufen am 10. April 2026.
- ↑ Gesellschaft für Informatik (GI): Digitaler Zwilling. 2. November 2017, abgerufen am 10. April 2026.