Brigitte Voit
Brigitte Voit (* 4. April 1963 in Bayreuth) ist eine deutsche Chemikerin, Professorin für „Organische Chemie der Polymere“ an der TU Dresden und Direktorin des Bereichs Makromolekulare Chemie des Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) in Dresden. Vom 1. September 2002 bis 31. Juli 2022 war sie Wissenschaftliche Direktorin des IPF.
Brigitte Voit (* 4. April 1963 in Bayreuth) ist eine deutsche Chemikerin, Professorin für „Organische Chemie der Polymere“ an der TU Dresden und Direktorin des Bereichs Makromolekulare Chemie des Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) in Dresden. Vom 1. September 2002 bis 31. Juli 2022 war sie Wissenschaftliche Direktorin des IPF.[1][2]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Brigitte Voit studierte von 1982 bis 1987 an der Universität Bayreuth im Fach Chemie und promovierte sich unter Oskar Nuyken mit einer Arbeit auf dem Gebiet „Wasserlösliche Photolacke auf der Basis von Azosulfonaten“. Nach ihrer Habilitation an der Technischen Universität München wurde sie im August 1997 im Alter von nur 34 Jahren in einer gemeinsamen Berufung auf die Position der Leiterin des Teilinstituts für Makromolekulare Chemie des IPF und den Lehrstuhl für Organische Chemie der Polymere an der Technischen Universität Dresden berufen.[3]
Brigitte Voit ist Netzwerkerin, sie wirkt in zahlreichen Gremien und Verbundprojekten mit. Durch ihre Arbeit als Principal Investigator am Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed), dem Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) und der Dresden International Graduate School for Interdisciplinary Life Sciences (DIGS-ILS) sowie als Mitglied im Board und Vorstand des DRESDEN-concept spielt sie eine wichtige Rolle am Wissenschaftsstandort Dresden. Von 2011 bis 2017 war sie Sprecherin der Sektion D in der Leibniz-Gemeinschaft und 2014/2015 Präsidentin der European Polymer Federation (EPF).
Am 29. Mai 2017 überreichte ihr der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Sächsischen Verdienstorden für ihr „Engagement zur Schaffung strategisch-wissenschaftler Allianzen für einen international sichtbaren Forschungsstandort Sachsen“. Seit 2016, ist Brigitte Voit gewähltes Mitglied bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.[4]
Forschung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Forschungsgebiet von Brigitte Voit umfasst verschiedene Bereiche der Polymerwissenschaft, wobei ihr Schwerpunkt in letzter Zeit auf Nachhaltigkeit liegt. Sie beschäftigt sich mit funktionellen Polymerarchitekturen sowie reaktiven und bioaktiven Polymeren und Hydrogelen, die potenzielle Anwendungen in der organischen Elektronik, in intelligenten Systemen und Energietechnologien sowie in der Biomedizin finden.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2023: Solomon Lecture Series Award vom Royal Australian Chemical Institute, Polymer Division[5]
- 2020: PTN Medema Lecture Award[6]
- 2018: Hermann Staudinger Preis der GDCh[7]
- 2000: Georg-Manecke-Preis der GDCh[8]
Publikationen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Publikationen von Brigitte Voit können unter google scholar[9] and Web of Science[10] eingesehen werden.
- mit Jens Gaitzsch, Dietmar Appelhans, Linge Wang, Giuseppe Battaglia: Synthetischer Bionanoreaktor: mechanische und chemische Kontrolle der Permeabilität von Polymersom‐Membranen. In: Angewandte Chemie. Band 124, Nr. 18, 27. April 2012, ISSN 0044-8249, S. 4524–4527, doi:10.1002/ange.201108814.
- New developments in hyperbranched polymers. In: Journal of Polymer Science Part A: Polymer Chemistry. Band 38, Nr. 14, 15. Juli 2000, ISSN 0887-624X, S. 2505–2525, doi:10.1002/1099-0518(20000715)38:14<2505::AID-POLA10>3.0.CO;2-8.
- Dendritic polymers: from aesthetic macromolecules to commercially interesting materials. In: Acta Polymerica. Band 46, Nr. 2, April 1995, ISSN 0323-7648, S. 87–99, doi:10.1002/actp.1995.010460201.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Annette Leßmöllmann: Struktur aus der Suppe. In: Die Zeit, 26. Juni 2003.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Experteninterview auf invest.dresden.de (Upload vom 21. Januar 2013)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Elke Egger: G. W. Leibniz beruft erstmals Frau zur Direktorin, Dresdner Neueste Nachrichten, 25. September 2002.
- ↑ Wechsel an der Spitze des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF). Abgerufen am 2. August 2022. Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Polymerforschung vom 1. August 2022
- ↑ Seite von Brigitte Voit im Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e.V. Abgerufen am 17. November 2017.
- ↑ Brigitte Voit. In: acatech. Abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ Solomon Lectures | RACI Polymer Division. Abgerufen am 28. März 2026 (australisches Englisch).
- ↑ Medema Lecture Award | Polymer Technology Netherlands. 23. Mai 2019, abgerufen am 28. März 2026 (britisches Englisch).
- ↑ Hermann Staudinger Award | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. Abgerufen am 28. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Georg-Manecke-Stiftung | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. Abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ Brigitte Voit. Abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ Brigitte I. Voit. In: Web of Science. Abgerufen am 28. März 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Voit, Brigitte |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Chemikerin und Direktorin des IPF Dresden e. V. |
| GEBURTSDATUM | 4. April 1963 |
| GEBURTSORT | Bayreuth |