Agonoize

Agonoize ist eine deutsche Aggrotech-Band aus Berlin, die 2002 gegründet wurde. Die Band zählt zu den bekanntesten Vertretern des Aggrotech- und Dark-Electro-Genres und ist für ihre provokante Bühnenshow bekannt.
| Agonoize | |
|---|---|
Agonoize live auf dem Amphi Festival 2013 | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Berlin, Deutschland |
| Genre(s) | Aggrotech |
| Gründung | 2002 |
| Website | www.agonoize.net |
| Aktuelle Besetzung | |
| Chris L. | |
| Gerrit Thomas (seit 2019) | |
| Sams (seit 2018) | |
| Ehemalige Mitglieder | |
| Mike Johnson (bis 2016) | |
Synthesizer |
Oliver Senger (bis 2016) |
| Chartplatzierungen Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||
| Alben[1] | ||||||||||||||||||||||||
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Agonoize ist eine deutsche Aggrotech-Band aus Berlin, die 2002 gegründet wurde. Die Band zählt zu den bekanntesten Vertretern des Aggrotech- und Dark-Electro-Genres und ist für ihre provokante Bühnenshow bekannt.
Bandgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Agonoize wurde 2002 von Mike Johnson und Oliver Senger gegründet. Ihren Sänger Chris L. lernten die beiden in einem Berliner Club kennen. Der Sänger war außerdem Live-Keyboarder bei Dance or Die.[2] Ihr erstes Album war im Jahr 2004 Assimilation: Chapter One, gefolgt von den EPs Paranoid Destruction und Open the Gate/to Paradise. Das erste Livekonzert gab Agonoize nach der Veröffentlichung der ersten MCD beim Dark City Festival in Edinburgh im April 2004. 2005 erschien die EP V 2.0 – Evil Gets an Upgrade und das Doppelalbum 999. Ein Jahr später erschien die limitierte EP Ultraviolent Six. Das Lied Koprolalie wurde relativ oft in Szene-Clubs gespielt. 2007 folgte das Album Sieben und 2009 Hexakosioihexekontahexa.[3]
Nach einer fünfjährigen Veröffentlichungspause erschien 2014 das Album Apokalypse, das auf Platz 45 der deutschen Albumcharts einstieg.[4] Im selben Jahr veröffentlichte die Band die Compilation Reborn in Darkness – The Bloody Years 2003–2014. 2016 verließen die Gründungsmitglieder Mike Johnson und Oliver Senger die Band.[5] Chris L. führte Agonoize als alleiniges Kernmitglied weiter und gewann mit Sams (Keyboard, seit 2018) und Gerrit Thomas (Mastering, seit 2019) neue Mitglieder. 2019 erschien auf dem Label RepoRecords das Album Midget Vampire Porn,[6] gefolgt von der EP 666 Degrees Below[7] und dem Album Revelation Six Six Sick (beide 2021).[8]
Name
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bandname ist ein zusammengesetztes Wort bestehend aus dem vom englischen Verb agonise (engl. für „sich quälen“) und dem Substantiv noise (engl. für „Geräusch“, „Krach“). Das „z“ statt des weicheren „s“ soll einen Bezug zu „industriallastigen Sounds [sic!]“ wiedergeben.[2]
Musikstil
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Die Musikrichtung von Agonoize wird als Aggrotech, gelegentlich auch als Hellektro, bezeichnet. Dabei werden überwiegend schnelle, technoide Rhythmen und trance-artige Leads mit elektronisch stark verzerrtem Gesang kombiniert. Die musikalische Grundlage bei Agonoize sind zwei Synthesizer, Gitarren fehlen vollständig.[9] Die Texte sind auf den ersten Alben in Englisch und Deutsch verfasst, wobei ab 999 die deutschen Texte im Vordergrund stehen. Sie sind stellenweise provokant und handeln oft vom Bösen, Widerstand gegen die Gesellschaft (Staatsfeind) und sind stellenweise mit obszönen Ausdrücken untermalt (Koprolalie). Bei Liveauftritten verwenden Agonoize Kunstblut und -sperma.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Agonoize polarisierten anfangs in der Schwarzen Szene, insbesondere durch ihre Bühnenshow und die Texte, die von vielen als „platt“ charakterisiert wurden. Insbesondere der Song Koprolalie wurde vor allem mit der Zeile „Fick mich“ in Verbindung gebracht. Das Lied war gleichzeitig Agonoize' größter Hit und wurde immer wieder in den Discos der Schwarzen Szene gefordert. Heute sehen sich Agonoize dagegen als Songwriter gewachsen an.[10]
Weitere Projekte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ehemaligen Mitglieder Mike Johnson und Oliver Senger sind außerdem bei Sero.Overdose, Virtual Embrace und Infekktion aktiv.[11] Mike Johnson betreibt zudem ein eigenes Tattoostudio.
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2004: Assimilation: Chapter One
- 2005: V.2: Evil Gets an Upgrade
- 2005: 999
- 2006: Assimilation: Chapter Two
- 2007: Sieben
- 2009: Hexakosioihexekontahexa
- 2014: Apokalypse
- 2014: Reborn In Darkness – The Bloody Years 2003-2014
- 2019: Midget Vampire Porn
- 2021: Revelation Six Six Sick
EPs und Singles
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2003: Paranoid Destruction
- 2004: Open the Gates to Paradise
- 2006: Ultraviolent Six
- 2008: For the Sick and Disturbed
- 2009: Bis das Blut gefriert
- 2009: Alarmstufe Rot
- 2012: Wahre Liebe
- 2014: Apokalypse
- 2019: Blutgruppe Jesus (-) / Schmerzpervers 2.0
- 2020: A Vampire Tale
- 2021: 666 Degrees Below
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website
- Agonoize bei laut.de
- Agonoize bei Myspace
- Agonoize auf Spotify
- Offizieller Agonoize Fanclub
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Chartdiskografie Deutschland
- ↑ a b Chris L. Offizielle Website, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 5. Oktober 2009; abgerufen am 20. Mai 2011.
- ↑ Offizielle Biografie. Offizielle Website, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. Oktober 2009; abgerufen am 20. Mai 2011.
- ↑ Agonoize – Apokalypse (Rezension). In: Sonic Seducer. 2014, abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ 'Click Interview' with Agonoize: 'If Jesus Existed, He Would Have Died For Nothing'. In: Side-Line. 25. Oktober 2019, abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ Back with a new album: Agonoize! Watch the trailer for 'Midget Vampire Porn'. In: Side-Line. 18. Oktober 2019, abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ Agonoize – 666 Degrees Below (EP – RepoRecords). In: Side-Line. 26. Februar 2021, abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ Agonoize – Revelation Six Six Sick (Album – RepoRecords). In: Side-Line. 30. April 2021, abgerufen am 28. März 2026.
- ↑ Review zu Sieben. Metal.de, abgerufen am 20. Mai 2011.
- ↑ Interview mit Agonoize auf dem 23 Dark Dance Treffen in Lahr, 22. 09. 2007. Darkmoments.de, 22. September 2007, abgerufen am 20. Mai 2011.
- ↑ Mike J. Offizielle Website, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2010; abgerufen am 20. Mai 2011.
