Adolf Brix
Adolf Ferdinand Wenceslaus Brix (* 20. Februar 1798 in Wesel; † 14. Februar 1870 in (Berlin-)Charlottenburg) war ein deutscher Mathematiker und Ingenieur, der vor allem als preußischer Baubeamter und Hochschullehrer wirkte. Die Maßeinheit Grad Brix für die relative Dichte von Flüssigkeiten wurde nach ihm benannt.
Adolf Ferdinand Wenceslaus Brix (* 20. Februar 1798 in Wesel; † 14. Februar 1870 in (Berlin-)Charlottenburg) war ein deutscher Mathematiker und Ingenieur, der vor allem als preußischer Baubeamter und Hochschullehrer wirkte. Die Maßeinheit Grad Brix für die relative Dichte von Flüssigkeiten wurde nach ihm benannt.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Brix machte nach einer abgebrochenen Kaufmannslehre 1821 sein Offiziersexamen an der Divisionsschule Berlin. Von 1821 bis 1822 machte er eine Feldmesserlehre und nach dem anschließenden Studium an der Berliner Bauakademie arbeitete er von 1826 bis 1827 bei Karl Friedrich Schinkel als Bauführer.[1] Brix wurde 1827 zum Bauconducteur ernannt, ab 1834 war er Fabriken-Commissionsrath, 1853 wurde er zum Geheimen Regierungsrath ernannt. Bei seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahr 1866 wurde mit dem Charakter Geheimer Oberregierungsrath ausgezeichnet. Im Rahmen seiner Tätigkeit war Brix auch Direktor der preußischen Normal-Eichungs-Kommission, Mitglied der technischen Deputation für Gewerbe im preußischen Handelsministerium und der technischen Baudeputation sowie ordentlicher Lehrer für angewandte Mathematik am Gewerbeinstitut Berlin (1828–1850), außerdem Lehrer an der Berliner Bauakademie für höhere Analysis und angewandte Mathematik.[2]
Berlin und Potsdam verdanken ihm die Ausführung verschiedener öffentlicher Bauten, z. B. stammt die technische Konzeption der Pumpenanlage für Sanssouci von ihm.[3]
Brix heiratete 1828 Marie Elisabeth Devaranne, Tochter des Fabrikanten Siméon Pierre Devaranne.[4] Der Sohn Richard Brix wurde preußischer Oberst und Militärschriftsteller und der Sohn Karl Hermann Adolph Brix (1832–1896) wurde Schiffsingenieur, Admiralitätsrat und Dozent für Schiffbau.[5]
Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Elementar-Lehrbuch der dynamischen Wissenschaften mit besonderer Rücksicht auf technische Anwendung. Erster Band: Die erste Abtheilung Statik enthaltend. Duncker & Humblot, Berlin 1831 / Ergänzung 1843 / 2. Auflage 1849.
- Über Festigkeit und Elasticität der Eisendrähte. 1847.
- Über den Widerstand der Fuhrwerke. 1850.
- Über Alkoholometrie. 1850 / 1851 / 1856.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Karmarsch: Brix, Adolf. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 335.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Autoren-Profil in der Datenbank Zentralblatt MATH
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Adolph Ferdinand Wenzeslaus Brix. In: Catalogus Professorum der TU-Berlin
- ↑ Das Gewerbeinstitut und die Bauakademie verbanden sich neun Jahre nach Brix′ Tod zur Technischen Hochschule Charlottenburg als Vorläuferin der Technischen Universität Berlin.
- ↑ Helmut Caspar: Eine Moschee als Pumpenhaus. In: Berlinische Monatsschrift (Luisenstädtischer Bildungsverein). Heft 9, 1999, ISSN 0944-5560, S. 75–79 (luise-berlin.de).
- ↑ Franz. ref. Friedrichstadtkirche, Trauungen 1807–1860, Seitennr. 196. In: Ancestry.com. Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1567–1945
- ↑ Karl Hermann Adolph Brix. In: Catalogus Professorum der TU-Berlin
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brix, Adolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Brix, Adolf Ferdinand Wenceslaus (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker und Ingenieur, preußischer Baubeamter und Dozent |
| GEBURTSDATUM | 20. Februar 1798 |
| GEBURTSORT | Wesel |
| STERBEDATUM | 14. Februar 1870 |
| STERBEORT | Charlottenburg |